Funktionale Systemtheorie von N. Luhmann (Einführung - Begriffe - Kybernetische Kritik)
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Zeichen der Freiheit - oder Freiheit der Zeichen
Interview mit Luhmann über Liebe als Passion http://www.youtube.com:80/watch?v=Bzq4BG9i9mA&feature=player_embedded Vortrag 1 Stunde über alles |
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wikibooks Luhmann
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N. Luhmann (1927-1998) war ein deutscher Verwaltungswissenschaftler, der sich im Anschluss an den sogenannten Posistivismusstreit auf der rechten Seite (hinter K. Popper und H. Albers) gegen T. Adorno und vor allem gegen J. Habermas als und Gesellschaftstheoretiker profilierte (Habermas/Luhmann (1971): Theorie der Gesellschaft oder Sozialtechnologie, Frankfurt/M.) (siehe dazu (1)).
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N. Luhmann im Netz:
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Glossare:
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"Ein System „ist“ die Differenz zwischen System und Umwelt." (Einführung in die Systemtheorie: 66)
Aber auch: "Es gibt selbstreferentielle Systeme." (Soziale Systeme: 31, siehe auch Die Wissenschaft der Gesellschaft: 65).
"Die folgende Ueberlegungen gehen davon aus, dass es Systeme gibt." (Soziale Systeme: 30). ...und auch ...
"Die Aussage 'es gibt Systeme' besagt also nur, daß es Forschungsgegenstände gibt, die Merkmale aufweisen, die es rechtfertigen, den Systembegriff anzuwenden; so wie umgekehrt dieser Begriff dazu dient, Sachverhalte herauszuabstrahieren, die unter diesem Gesichtspunkt miteinander und mit andersartigen Sachverhalten auf gleich/ungleich hin vergleichbar sind." (Soziale Systeme: 16)
P. Fuchs: "Diese Formulierung ist das Gegenteil von Fundamentalismus oder Hermetik. Sie lädt nicht zum 'Glauben' ein, sondern beispielsweise zum Wechsel der Theorie, wenn die Sachverhalte es nicht rechtfertigen, sie für Systeme zu halten.
N. Luhmann spricht von Kommunikation, aber so, dass es irgendwie nicht passt zu dem was in der Umgangssprache als Kommunikation bezeichnet wird. Ich überlege mir, welches andere "Begriffswort" für den Luhmannschen Begriff (Information/Mitteilung/Verstehen) passen könnte.
Mir scheint, dass N. Luhmann an Gespräche denkt, die durch eine Sprache möglich sind und eine Sprache schaffen. Sprache aber erscheint mir als Natur, nicht als etwas, was Menschen geschaffen haben.
"Die Metapher vom 'Staatsvertrag', durch den freie Naturmenschen sich selbst oder dem eingesetzten Souverän Vertrauen gewähren, entspricht keine Wirklichkeit. Gewiß: der Staatsbürger wählt. Aber die politische Wahl ist keine Beauftragung mit Interessenvertretung. Der deklarierte Leitgedanke dieser Institution lautet, daß die gewählten Volksvertreter nach Kriterien des Gemeinwohls zu entscheiden haben. Aber sie beanspruchen souveräne Entscheidungsgewalt, und einem Souverän kann man nicht vertrauen.
N. Luhmann: Vertrauen. Ein Mechanismus der Reduktion sozialer Komplexität, Stuttgart 2000, S. 71 (erste Auflage 1968)
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Ein Aspekt in der Kommunikationstheorie
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hmmm... kommt drauf an :-) Die erste Unterscheidung ist wohl: sind soziale Systeme Systeme?
- Wenn ja, dann müssten sie einen Spezialfall darstellen und mithin wäre die Frage, wie System präzise zu definieren wäre (dazu habe ich ganz einfache Antworten aus der Kybernetik!!)
- Wenn nein, dann könnte der Naive fragen, warum N. Luhmann "soziale" als Adjektiv vor "System" setzt. Das wäre dann eben eine schwammige Redeweise.
Nun wissen wir, dass N. Luhmann eine Privatsprache spricht, also Wörter wie etwa Autopoiese oder Koppelung oder Form oder Medium aus irgendwelchen Theorie herauslöst und ganz eigenwillig verwendet. Wenn er also von Systemen spricht, meint er keineswegs etwas, was andere (etwa Kyberentiker) als System bezeichnen. Man kann also vor diesem Hintergrund annehmen, dass er "sozial" nicht als Adjektiv auf herkömmliche Systeme verwendet, sondern zusammen mit System als Eigenname, den er beispielsweise in einem Wort oder mit Bindestrich hätte schreiben können: Sozialesysteme oder Soziale-Systeme. Damit hätte er seine Privatauffassung zum Ausdruck gebracht. Ich nehme nun an, dass er das gerade nicht wollte, weil er davon ausging, dass es nur Privatsprache gibt, dass es also blöd wäre, eine bestimmte Privatsprache so zu bezeichnen. Nur hat er schlecht bedacht, was seine pseudowissenschaftlichen Schüler mit seinem Werk anstellen. Dafür ist er schuldig, aber nur dafür.
"Mir ist im Umgang mit Schweizer Bergbauern aufgefallen, dass sie in ihrem Schwyzerdütsch auch Verben und Substantive weglassen, wenn das selbstverständlich ist; wenn man den Rest akustisch überhaupt noch mitbekommt, sind das völlig unvollständige Sätze, die aber offenbar für die Kommunikation
untereinander ausreichen. Und dann sieht man, wie über die Schulerziehung - die älteren sind zum Teil kaum zur Schule gegangen, weil sie im Sommer auf der Alm sein mussten - die Schriftkultur auch in die artikulierte Normalsprache eindringt, so dass man auch für Leute, die man nicht kennt, verständlich sein muss und für
spätere und fernab existierende Menschen die gleiche Art von Sprache
verwendet."
Niklas Luhmann: Einführung in die Systemtheorie
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