Peter Fuchs        zurück ]      [ Stichworte ]      [ Literatur ]      [ Die Hyper-Bibliothek ]      [ Systemtheorie ]     

Literatur

Reden und Schweigen
Die koditionierte Koproduktion
Eine tragische Wahl?
Der Sinn der Beobachtung
Prävention – Zur Mythologie und Realität einer paradoxen Zuvorkommenheit
Die Psyche
Das Mass aller Dinge
Selbst

             

Einige Texte unter http://www.fen.ch
Hybride Erziehung – ein Essay
Fuchs, Peter (2004): Die Theorie der Systemtheorie - erkenntnistheoretisch, S. 181-196, In: Fuchs, Peter: Theorie als Lehrgedicht. Systemtheoretische Essays I, (hg. v. Marie-Christin Fuchs), Bielefeld: transcript-Verlag

Material zu P. Fuchs von U. Boeschenstein

zitiert in:

Zur Person

Fuchs, P., Prof.Dr. rer.soc., Jg. 1949; von 1972-1884 Heilerziehungspfleger; Studium der Sozialwissenschaften und der Soziologie 1985-1989 in Bielefeld, Dortmund, Hagen. 1991 Promotion in Gießen. Seit 1992 Professur für allgemeine Soziologie und Soziologie der Behinderung an der FH-Neubrandenburg. Zahlreiche Veröffentlichungen, u.a. zusammen mit Niklas Luhmann, Reden und Schweigen, Frankfurt a.M. (Suhrkamp) 1989; Die Erreichbarkeit der Gesellschaft, Zur Konstruktion und Imagination gesellschaftlicher Einheit, Frankfurt (Suhrkamp) 1992; Moderne Kommunikation, Zur Theorie des operativen Displacements, Frankfurt (Suhrkamp) 1993; Westöstlicher Divan, Zweischneidige Beobachtungen, Frankfurt (Suhrkamp) 1995; Die Umschrift, Zwei kommunikationstheoretische Studien, Frankfurt (Suhrkamp) 1995; Das Unbewußte in Psychoanalyse und Systemtheorie, Die Herrschaft der Verlautbarung und die Erreichbarkeit des Bewußtseins, Frankfurt a.M. (Suhrkamp) 1998; Intervention und Erfahrung, Frankfurt a.M. (Suhrkamp) 1999; Die Metapher des Systems, Studien zur allgemein leitenden Frage, wie sich der Tänzer vom Tanz unterscheiden lasse, Weilerswist (Velbrück) 2001; Das Weltbildhaus und die Siebensachen der Moderne, Sozialphilosophische Vorlesungen, Konstanz (Universitätsverlag) 2001.

P. Fuchs verarbeite ein Erbe von N. Luhmann. Schion N. Luhmann hat mit verschiedenen Bezeichnungen seiner Anschauung gearbeitet: Konstruktivismus, Funktionalismus, Systemtheorie usw. P. Fuchs macht weitere Wortschöpfungen dazu:
allgemeinen Theorie von Sinnsystemen

P. Fuchs im Netz - P. Fuchs im Blog

Zitate

"Meine Systemtheorie hängt an der Kunst, jede noch so robuste Sicht der Welt ins Befremdliche zu transponieren und dort zu halten." Vielleicht hätte er [N. Luhmann], Paul Valéry zitierend, hinzugefügt: "Denn ... 'Toute vue de choses qui n´est pas étrange est fausse.'" (über N. Luhmann, in der Luhmann-Liste, 10.6.2007)

Anmerkungen

Konfrontation sozialer und psychischer Systeme: als logische Buchhaltung

Adressabilität als Grundbegriff der soziologischen Systemtheorie:
Vorgeschlagen wird, in das Gefüge der soziologischen Systemtheorie den Grundbegriff „Adressabilität" einzuführen. Die grundlegende Vorstellung läuft darauf hinaus, daß Kommunikation, begriffen als autopoietische Einheit sozialer Systeme, genötigt ist, Zurechnungspunkte, Mitteilungsinstanzen, kurz: soziale „Adressen" zu entwerfen. Die Form der Adressenkonstruktion (Inklusion/Exklusion) wird analysiert mit Bezug auf die Formen gesellschaftlicher Differenzierung.
 
Die These ist, daß die funktionale Differenzierung der Gesellschaft in zunehmendem Maße zu polykontexturalen Adressen und womöglich zu polykontexturalem Bewußtsein führt. Es mag sein, daß das Hobbsche Problem sozialer Ordnung unter dieser neuen Verkettung von Umständen erneut diskutiert werden muß.

"Man würde jedoch eine große Beweislast auf sich nehmen, wenn man behaupten wollte, daß Elefanten, Amöben oder Kakteen sinnprozessierende Systeme seien: Selbst in den sensationellsten Berichten über die Intelligenz der Schweine, Schimpansen, Tintenfische finden sich stets nur Hinweise auf außerordentlich reduzierten Gebrauch von Sinnschemata, eine quantité négligeable angesichts der Komplexität von Sinnverarbeitungsprozessen in psychischen und sozialen Systemen." (Peter Fuchs, Das Unbewußte in Psychoanalyse und Systemtheorie, S. 142)

"Es ist deshalb von ungeheurer Bedeutung, dass das psychische System als Adressat für Handlungszurechnung [!] ... bemerkt werden kann, dass es zählt im Rechnungswesen der Kommunikation." (Fuchs: Das Unbewusste in Psychoanalyse und Systemtheorie, S. 181)