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Luhmann, Niklas (1995): Soziologische Aufklärung 6. Die Soziologie und der Mensch. Wiesbaden: Westdeutscher Verlag.

http://books.google.ch/books?id=8tc3CBFARzMC&pg=PA13&lpg=PA13&dq=Probleme+mit+operativer+Schlie%C3%9Fung&source=bl&ots=rItdFjYs30&sig=xVYSkc7jBdNA8_DJxCkEl2Kogxc&hl=de#v=onepage&q=Probleme%20mit%20operativer%20Schlie%C3%9Fung&f=true http://books.google.ch/books?id=8tc3CBFARzMC&pg=PA109&dq=%22Was+ist+Kommunikation%22+luhmann&hl=de#v=onepage&q&f=false

Anmerkungen von ...

Zitate

das Zitat zu Gesellschaft als Summe der Verhältnisse findet sich in der 2. Auflage (Berlin : Dietz, 2005) von Band 42 der MEW auf Seite 189 (nicht Seite 176). Ich wünsche weiterhin viel Spaß bei Marx 2.0 ;-)
"Die Gesellschaft besteht nicht aus Individuen, sondern drueckt die Summe der Beziehungen, Verhaeltnisse aus, worin diese Individuen zueinander stehen." Und "solange man sich des Individuums sicher sein konnte, konnte man alles andere >kritisch< betrachten"... ((S. 7f.) [[I would be very surprised if Luhmann ever gave this quotation - but I, as well, may be wrong.]]

"Kommunikationssysteme hören mithin auf, wenn ihre Operationen nicht fortgesetzt werden." (S. 41)<(p>

"Interpenetration bezeichnet weder ein umfassendes System der Koordination noch einen operativ ablaufenden Tauschprozess (was voraussetzen würde, dass man in dieser Hinsicht von Inputs und Outputs sprechen könnte). Theoriekonsistent kann Interpenetration nur heißen: dass im jeweiligen Bezugssystem die Einheit und Komplexität (im Unterschied zu: spezifischen Zuständen und Operationen) des jeweils anderen eine Funktion erhält. Die Art und Weise, in der das geschieht, ist natürlich nur an den jeweils systemeigenen Strukturen und Operationen aufzuweisen; anders könnte sie nicht vorkommen. Sie nimmt also in Bewußtseinssystemen andere Formen an als in kommunikativen Systemen. Bewußtseinssysteme werden durch Interpenetration mit sozialen Systemen sozialisiert" (in "Wie ist Bewußtsein an Kommunikation beteiligt?": 50f)

"Es [das Bewusstsein] operiert gleichsam mit dem Rücken zur Zukunft, nicht proflexiv, sondern reflexiv. Es bewegt sich gegen die Zeit in die Vergangenheit, sieht sich selbst dabei ständig von hinten und an der Stelle, wo es schon gewesen ist; (.)" (S. 63 im Aufsatz: "Die Autopoiesis des Bewusstseins")

"In Geltendmachen eines Anspruchs orientiert es [das Individuum] sich an einer Differenz zwischen dem, was momentan besteht, und dem, was sein soll; und es kann sich dann mit seinem Anspruch identifizieren" (135 in "Die gesellschaftliche Differenzierung und das Individuum")

"In der Form des Anspruchs wird die System/Umwelt-Differenz für das System selbst zugänglich, erfahrbar, auswertbar..." (ebd.) "Insofern wird Individualität selbst nur als Anspruch existent, nur als Anspruch kommunizierbar" (136)

"Unter 'Interpenetration' soll verstenden sein, daß ein autopietisches System die komplexen Leistungen der Autopoiesis eines anderen Systems voraussetzen und wie ein Teil des eigenen Systems behandeln kann." (in: "Die Form Person": 146).

"Die Verlagerung der Aufmerksamkeit und der kommunikativen Relevanz von Person auf Körper bedeutet nicht, dass Sozialität ausfällt; sie nimmt nur andere Formen an. Die für Kommunikation wichtige Unterscheidung von Information und Mitteilung wird auf ein extrem reduziertes Informationsinteresse zurückgeschnitten. Wahrnehmung und vor allem Schnelligkeit gewinnt an Bedeutung. Der Ja/Nein-Code der Sprache, der für Annehmen und Ablehnen von Sinnvorschlägen ausgebildet ist, tritt zurück und statt dessen zählt, wie beim Fußball, das nur über geschulte Wahrnehmung erreichbare Tempo der Einstellung auf Ereignisse. [> Fußnote Nr. 60):] Das verbreitete Interesse an Fußball (oder auch an Tennis, Eishockey oder an anderen Schnelligkeitssports) könnte unter diesem Gesichtspunkt geradezu als eine Art 'preadaptive advance' aufgefasst werden: als Bewunderung eines Könnens, das im Moment von den meisten von uns noch gar nicht aktuell gefordert wird." (263. in: Inklusion und Exklusion. S. 237-264)