Als Grösse bezeichne ich eine Hypostasierung einer Messung, nämlich eine Eigenschaftsdomäne, deren Qualität und Quantität durch Messen oder Zählen ermittelt werden.
Mit einem Masstab beispielsweise messe ich die Länge, indem ich die zu messende Sache (verfahrensmässig) neben den Massstab lege.
Den (sogenannten physikalischen) Grössen sind - durch Normierungen (etwa SI oder Iso) - (Mass-)Einheiten zugeordnet. Die Länge wird in Metern gemessen, die Energie in Joule.
Beispiel:
Breite, Höhe und Länge eines Quaders, Durchmesser eines Rohrs, Spannweite eines Vogels, Niederschlagshöhe, Wellenlänge usw. sind alles Größen der Grössenart „Länge“. Sie können alle mit der Länge eines Masstabes verglichen werden.
Das Internationale Grössensystem, abgekürzt ISQ (International System of Quantities), definiert folgende sieben Grössenarten als Basisgrössen durch Messverfahren und Masseinheiten.
Es gibt natürlich beliebig viele abgeleitete Masseinheiten wie etwa den typographischen Punkt (Pixel), deren Konventionen oft noch nicht so standardisiert sind, was den konventionellen Charakter nur sichtbarer macht.
Das erste wohldefinierte metrische Grössen"system" wurde 1793 in Frankreich eingeführt. In Paris wird das Urmeter aufbewahrt, welches als Referenzgröße geschaffen wurde. 1875 wurde ein internationaler Vertrag, die Meterkonvention, von siebzehn Staaten unterzeichnet.
Man kann jede Grösse als Eigenschaft auffassen. Masse ist eine Eigenschaft der Materie, Länge ist eine Eigenschaft des Raumes, Zeit ist eine Eigenschaft des periodischen Erscheinens. Zusammengesetzte Grössen wie Energie sind dann auch zusammengesetzte Eigenschaften.