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Mit Struktur bezeichne ich die Hypostasierung einer Eigenschaft. Dementsprechend spreche ich dann oft verdinglicht von Strukturen statt von strukturierten Entitäten.


 

Als Struktur einer Entität bezeichne ich eine Anordnung von Elementen, die ich schematisch darstellen kann.

durch Knoten und Kanten

Die Form der Entität ist das, was ich zeichnen kann. Die Struktur ist deren innere Ordnung

eine geordnete, statische Anordnung von Elementen.

knoten Kanten wie beim Fachwerk Schema versus Form (innenverhältnisse versus aussen-ansicht Ein chemisches Schema zeigt eher eine Struktur als eine Form (Beispiel für den Unterschied) Struktur (Systemtheorie), Gesamtheit und Wechselwirkungen der Elemente eines Systems
Beispiele:
Das mittelgroße Unternehmen hat klare Strukturen und eine schriftlich festgehaltene Strategie
Inzwischen hat sich die Struktur jedoch auch in der Geschichtswissenschaft als Schlüsselbegriff etabiert.“
Lineare Gleichungen sind von besonders einfacher Struktur und deswegen leicht zu handhaben.
Die Tapete hat eine interessante Struktur, das gefällt mir.
Was ein Verband ist, kann man auf unterschiedliche Weisen definieren, nämlich als spezielle geordnete Menge oder als algebraische Struktur.
Die Struktur einer Sprache ist oftmals schwer nachzuvollziehen.
Die Globalisierung führt zu einem unaufhörlichen Wandel wirtschaftlicher Strukturen.
Bedeutungen:
allgemein: etwas Aufgebautes, aus mehreren Teilen bestehendes und von seinen Einzelteilen abhängiges Gefüge
ohne Mehrzahl: das Aussehen einer Sache, die Beschaffenheit einer Oberfläche oder Musterung, zum Beispiel bei Textilien sowie Tapeten
Mathematik: Menge mit bestimmten Eigenschaften
Linguistik: abstrakter innerer Aufbau einer Sprache
Systemtheorie: Art der Zusammensetzung eines Systems aus Elementen und Menge der Relationen bzw. Operationen, welche die Elemente miteinander verknüpfen

Zustand Ausprägung aller beobachteneten Variablen einer Entität

in Ordnung in Inhomogenität.

Struktur beobachte ich in Ordnung in Inhomogenität.

Bezüglich Entitäten unterscheide ich verschiedene Ausprägungen von Strukturiertheit, was ich im Falle von Identitäten als Veränderung des Strukturniveaus bezeichne.

Beispiele:
Kristalle, Netze, Waben usw sind strukturierte Entitäten.

Quelle:
Todesco: Technische Intelligenz:94, wo steht: Diese Parameterformulierung zur Struktur stammt von N.Bischof (1982, 1f). Sie wird, worauf N. Bischof verweist, von H. Haken, beispielsweise in Erfolgsgeheimnisse der Natur (1981) impliziert. Natürlich wird die Formulierung von den Autoren sehr verschieden interpretiert.

Ich unterscheide konservative und dissipative Strukturen, etwa Kerzenflammen und Kristalle.

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Struktur im Raum angeordnete Entitäten und deren Verbindung

Was davon lässt sich wie zeichnen, welche Eigenschaften laasen sich noch zeichnen und welche nur beschreiben

am Schluss der Prozessor und die Programmiersprache (!! keine Sprache,, aber ein Darstellungsmodus)

Struktur bezieht sich auf die schematische Abbildung - die keine Form ist - aber Elemente "anordnet" (wobei Ordnung variabel ist von fast keine bis sehr hohe - das ist ein Teil des Niveaus.

Untern gibt es schon Formulierungen zum Anfangen.

strukturierte Programmierung heisst was? in Prozeduren zerlegen und diese anordnen (im Unterschied zu Spaghetti (Hypertext versus Text?)

Der Text hat dann auch eine Struktur durch Eingerückte Blöcke, das kann ich auch nicht als Form bezeichnen

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Form ist sinnlich, Struktur ist abstrakt, beim Zeichen fallen die beiden zusammen, ein Signal hat kein Form, sondern nur Struktur, die sich etwa mit einem Oszilographen einer Form zuordnen lässt

"Struktur" ist ein formaler Begriff, der eine Eigenschaft einer komplexen Entität bezeichnet: ihre statische Beschreibbarkeit. Folgende (Struktur-)Parameter können unterschieden werden:
Grösse, Mächtigkeit: eine Entität wächst, indem die Anzahl ihrer Teilentitäten, die wir auch Elemente nennen, grösser wird. Differenziertheit: eine Entität differenziert sich, indem ihre Inhomogenität zunimmt, was einer Spezialisierung ihrer Teilentitäten entspricht.

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Literatur

aus Technische Intelligenz:93f:
Die in bezug auf ihre Abbildung wesentlichen Eigenschaften einer statisch beschreibbaren, komplexen Entität nennen wir Struktur (74). Komplexe Entitäten beschreiben wir unter den folgenden drei Eigenschaftsaspekten: Erstens, die Entität hat eine Grösse; eine Entität wächst, indem die Anzahl ihrer Teilentitäten, die wir auch Elemente nennen, grösser wird. Zweitens, die Entität hat eine Differenziertheit; eine Entität differenziert sich, indem ihre Inhomogenität zunimmt, was einer Spezialisierung der Teilentitäten entspricht. Drittens - und darauf kommt es hier ganz besonders an -, die Entität hat eine Ordnung: eine Entität erreicht eine höhere Ganzheitlichkeit oder Individuation, indem ihre Ordnung eindeutiger wird, also durch eine höhere Integration der Sub-Entitäten.
Der Ausdruck "Struktur" steht also für die geordnete Inhomogenität einer Menge von Teilentitäten, wobei Inhomogenität das Vorhandensein mehrerer und verschiedener Elemente bezeichnet (75). "Verschiedene Elemente" ist eine laxe Formulierung dafür, dass, wenn die Struktur nur ein Elementtyp enthält, quasi Nichtelemente andere Stellen der Anordnung besetzen. "Individuation" bezeichnet hier die Unterscheid- und Erkennbarkeit einer bestimmten Entität unter anderen Entitäten. Struktur ist eine "inhaltsleere" Eigenschaft, die es möglich macht, Entitäten jenseits von Inhalten quasi durch Form zu charakterisieren.
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"Eine Struktur besteht also, was immer sie sonst sein mag, in der Einschränkung der im System zugelassenen Relationen. Diese Einschränkung konstituiert den Sinn von Handlungen, und im laufenden Betrieb selbstreferentieller Systeme motiviert und plausibilisiert der Sinn einer Handlung dann natürlich auch das, was als Verknüpfbarkeit einleuchtet." Luhmann, N., Soziale Systeme, Grundriß einer allgemeinen Theorie, Frankfurt a.M. 1984, S. 384

"Struktur leistet ... die Überführung unstrukturierter Komplexität in strukturierte Komplexität. Unstrukturierte Komplexität wäre entropische Komplexität, sie würde jederzeit ins Unzusammenhängende zerfallen. Die Strukturbildung benutzt diesen Zerfall, um daraus Ordnung aufzubauen." a.a.O.:383


[Brockhaus]
[Luhmann: Struktur und Prozess]
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