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Mit dem Ausdruck "Struktur" bezeichne ich die Hypostasierung einer Eigenschaft. In der Umgangssprache spreche ich dem entsprechend verdinglicht von Strukturen statt von strukturierten Entitäten.

Struktur beobachte ich in geordneter Inhomogenität

Bezüglich Entitäten unterscheide ich verschiedene Ausprägungen von Strukturiertheit, was ich im Falle von Identitäten als Veränderung des Strukturniveaus bezeichne.

Beispiele:
Kristalle, Netze, Waben usw sind strukturierte Entitäten.

Quelle:
Todesco: Technische Intelligenz:94, wo steht: Diese Parameterformulierung zur Struktur stammt von N.Bischof (1982, 1f). Sie wird, worauf N. Bischof verweist, von H. Haken, beispielsweise in Erfolgsgeheimnisse der Natur (1981) impliziert. Natürlich wird die Formulierung von den Autoren sehr verschieden interpretiert.

Ich unterscheide konservative und dissipative Strukturen, etwa Kerzenflammen und Kristalle.

     

 
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Literatur

aus Technische Intelligenz:94:
Der Ausdruck "Struktur" steht also für die geordnete Inhomogenität einer Menge von Teilentitäten, wobei Inhomogenität das Vorhandensein mehrerer und verschiedener Elemente bezeichnet (75). "Verschiedene Elemente" ist eine laxe Formulierung dafür, dass, wenn die Struktur nur ein Elementtyp enthält, quasi Nichtelemente andere Stellen der Anordnung besetzen. "Individuation" bezeichnet hier die Unterscheid- und Erkennbarkeit einer bestimmten Entität unter anderen Entitäten. Struktur ist eine "inhaltsleere" Eigenschaft, die es möglich macht, Entitäten jenseits von Inhalten quasi durch Form zu charakterisieren.
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"Eine Struktur besteht also, was immer sie sonst sein mag, in der Einschränkung der im System zugelassenen Relationen. Diese Einschränkung konstituiert den Sinn von Handlungen, und im laufenden Betrieb selbstreferentieller Systeme motiviert und plausibilisiert der Sinn einer Handlung dann natürlich auch das, was als Verknüpfbarkeit einleuchtet." Luhmann, N., Soziale Systeme, Grundriß einer allgemeinen Theorie, Frankfurt a.M. 1984, S. 384

"Struktur leistet ... die Überführung unstrukturierter Komplexität in strukturierte Komplexität. Unstrukturierte Komplexität wäre entropische Komplexität, sie würde jederzeit ins Unzusammenhängende zerfallen. Die Strukturbildung benutzt diesen Zerfall, um daraus Ordnung aufzubauen." a.a.O.:383


[Brockhaus]
[Luhmann: Struktur und Prozess]
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