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Form steht für das, was wir beim Zeichnen eines Gegenstandes wiedergeben. Zeichnen lässt sich genau die Form des Gegenstandes

Beispiele:
Ein Kuchen hat die Form der Kuchenform.
Die Kuchenform ist ein geformtes Blech.
 
Der Inhalt der Kuchenform ist manchmal Kuchenteig.
Das Kuchenbleches hat keinen Inhalt, in bestimmten
umgangssprachlichen Zusammenhängen bezeichne ich die Bedeutung als Inhalt.


Erläuterungen:
Form ist zunächst eine sinnliche Kategorie, die durch die Zeichnung charakterisiert ist. "Form" wird aber metaphorisch sehr weitläufig verwendet. Oft wird Form auch für Struktur verwendet: Struktur erscheint dann als abstrakte, nichtsinnliche Form. Ein Signal hat kein Form, sondern nur Struktur, die sich etwa mit einem Oszilographen einer Form zuordnen lässt. Umgekehrt hat der Zeichenkörper eine Form, mit welcher ein Signal strukturiert wird.



 

Differenztheoretische Form

G. Spencer-Brown verwendet den Ausdruck Form in seinem Indikations-Kalkül für die Einheit der Unterscheidung, die er 4-fach charakterisiert: Beide Seiten der Unterscheidung, die Unterscheidung und das durch die Unterscheidung Ausgeschlossene.

Beispiele

Die Form des Schweigens ist Reden/Schweigen und das durch sie Ausgeschlossene: weder reden noch schweigen.


siehe: form follows function, Materialismus


 
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