Differenztheoretisch sehe ich Element durch zwei verschiedene Differenzen:
Element sehe ich zum einen durch die Differenz zwischen Element und Ganzem als Menge von Elementen.
"Unter einer ‚Menge‘ verstehen wir jede Zusammenfassung M von bestimmten wohlunterschiedenen Objekten m unserer Anschauung oder unseres Denkens (welche die ‚Elemente‘ von M genannt werden) zu einem Ganzen." (Georg Cantor, 1895:481).
Element sehe ich zum andern durch die Differenz zwischen Element als Objekt und Element als Grundstoff (elementares Material).
Als Element bezeichne ich technologisch Bauteile, die nicht aus weiteren Bauteilen bestehen, sondern in diesem Sinne elementar sind.
Beispiel:
Organe sind Elemente eines Organismuses
Schrauben, Muttern, Bleche, Profileisen usw sind Elemente einer Maschine.
Erläuterung:
Schrauben bestehen aus Atomen. Aber Atome sind - funktional - keine Elemente des Maschinenbaus, sondern Elemente vom physikalischen Komplexen wie Atomgitter (Ein Atomgitter ist ein Kristallgitter, dessen Bausteine durch Atombindungen zusammengehalten werden. Das wohl bekannteste Beispiel ist der Diamant, in dem jedes Kohlenstoffatom durch je eine Atombindung mit vier anderen Kohlenstoffatomen verbunden ist). Ich verwende den Ausdruck Element in Bezug auf eine funktional bestimmte Gesamtheit.
Abstrakter spreche ich von Elementen um eine Organisation als Relation von Objekten zu beschreiben. In einem Organigramm etwa sind die Rechtecke Elemente, die auf Elemente eine Organisation verweisen.
Als "Chemisches Element" bezeichne ich Klassen von Atomen mit derselben Kernladungszahl (Protonen im Atomkern). Die chemischen Elemente werden im Periodensystem nach steigender Kernladungszahl angeordnet und durch Materialnamen wie Gold (Au, Kernzahl 79) und Silber (Ag, Kernzahl 47) bezeichnet.
Durch das "Chemische Element" wird Qualität und Quantität verbunden.