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Als Artefakt ist eine (Steuerungs-)"Lochkarte" ein Teil einer spezifischen Steuerung einer Maschine, also ein hergestellter Gegenstand mit Form (Karton mit Löcher, siehe auch Harddisk) und Gegenstandsbedeutung (Schaltermenge). Steuerungen mit Lochkarten sind so konstruiert , dass bestimmte Teile der Steuerung variabel sind und mittels der Lochkarte in einen bestimmten Zustand versetzt werden können (Unterscheidung: flexibel/festgelegt und Medium/Form). Das Prinzip flexibel/festgelegt ist auch in Maschinen mit verschiedenen auswechselbaren Werkzeugen realisiert. Black+Decker-Maschinen lassen sich mit wenigen Handgriffen von einer Bohrmaschine in eine Schleifmaschine verändern, aber bereits dass verschiedene Bohrerdurchmesser verwendet werden können, lässt sich unter diesem Gesictspunkt sehen. Man kann für solche Maschinen verschieden Lochkarten verwenden und man kann die Lochkarten leicht kopieren - deshalb spreche ich von Software - und in anderen Maschinen verwenden. |
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Volkstümlich gesprochen ist eine Lochkarte ein: Der gebräuchlichste Lochkartentyp weist eine Höhe von 8,25 cm und eine Breite von ca. 18,73 cm auf und ist in 80 Spalten eingeteilt. Die Codierung von Informationen erfolgt durch Stanzen von Löchern mit Hilfe einer Lochstanz-Maschine. Die eingestanzten Löcher repräsentieren, je nach ihrer Position, bestimmte Ziffern, Buchstaben und andere Zeichen. Das Lesen von Lochkarten erfolgt mit Computern, die mit einem entsprechenden Lesegerät ausgestattet sind". Es gibt verschiedene Verfahren, wie Lochkarten "gelesen" (abgetastet) werden. Auf nebenstehender Abbildung wird durch das Loch ein Stromkreis geschlossen, was ein Signal erzeugt. Weniger volkstümlich repräsentiert die Lochkarte einen Schalterzustand einer Maschinensteuerung. Bei Webstuhl von Jacquard und bei der Volkszählmaschinen von Hollerith werden die Lochkarten selbst zur Steuerung verwendet, bei entwickelteren Maschinen wird die Schaltermenge in der Maschine kopiert (weshalb dann von "Eingabemedium" gesprochen wird, was eine speziellen Fall verallgemeintert ud damit den allgemeinen Fall unsichtbar macht). |
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Zur Geschichte der Lochkarte:
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Bei J. Jacquard ist die Anordnung der Löcher auf der Lochkarte analog zum Muster, das gewoben wird. Bei den Karten von H. Hollerith's Volkzählung haben die Lochstellen indexiellen Charakter. Auf seiner Karte gibt es beispielsweise vier Löcher, die für verschiedene Hautfarben, drei für den Zivilstand, sechs für den Beruf usw. stehen. Dieser digitale Charakter der Lochung ist schliesslich konsequent umgesetzt, wo die Löcher als Codierung für alphabetische Zeichen verwendet werden, so dass Texte geschrieben werden können (vgl. Todesco 1992:81). Programmierbare Maschinen sind Maschinen, deren Steuerung variabel ist. Von eigentlicher Programmierung spreche ich, wenn beim Programmieren eine Programmiersprache verwendet wird. Dazu muss die Steuerung der Maschine so eigerichtet werden, dass die Schalterkonfigurationen als sprachliche Codierung erscheinen, also sekundärä lesbar sind. Man kann in diesem Sinne eine Stadt so bauen, dass ein Pilot, der über die Stadt fliegt, lesen kann, wie die Stadt heisst. Als sekundär lesbar bezeichne ich das, weil es primär eine Stadt ist und es für Städte unwichtig ist, dass ein Pilot ihren Namen lesen kann. Genau das gleiche gilt bei der Programmierung von Computern. |
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