Gegenstandsbedeutung        zurück ]      [ Index ]      [ Literatur-Index ]      [ Die Hyper-Bibliothek ]     
 

Gegenstandsbedeutung steht für die Funktion des materiellenen Gegenstandes, also für seine "gegenständliche Bedeutung" (Holzkamp 1972) im übergeordneten Prozess.

Beispiele: Gegenstandsbedeutung von Texte

Gegenstandsbedeutung steht für das, was bleibt, wenn man die Form (und das "Artefakt-Sein") eines hergestellten Gegenstandes abstrahiert (Beobachter-Intention).

Erläuterungen:
Gegenstandsbedeutung ist das, was wir meinen, wenn wir beispielsweise "der Hammer" sagen; nämlich das Hammer-Sein, das jedem Hammer unabhängig von seiner Form zukommt, und das er auch nicht verliert, wenn er als Briefbeschwerer benutzt wird.
Wer ein Oelfass in einer Steelband als Instrument verwendet, schaft aber natürlich eine neue Bedeutung, weil er dazu ein Instrument konstruiert.

Das Konzept Gegenstandsbedeutung reflektiert, dass der deutende Beobachter bedeutungs- oder sinnvolle Gegenstände für-wahr-nimmt.

     

Das Bild "ist" ein Bild (Gegenstand), keine Pfeife (Gegenstand)
Die Pfeife "ist" eine Pfeife, das hat nichts damit zu tun, dass ich sie Pfeife nenne.


J. Searle unterscheidet eine Wort/Satz-Bedeutung von der Aeusserungsbedeutung. Er sagt, dass die Satzbedeutung immer gleich bleibt, dass aber die Aeuserungsbedeutung in jedem Vorkommnis (token) variert.

Die Gegenstandsbedeutung bleibt eben auch erhalten, wenn ich einen Hammer als Breifbeschwerer benutze. Hinter der verbreitet akzeptierten Idee von Searle steht die Gegenstandsbedeutung, die eher selten akzeptiert wird.