semiotisches Dreieck        zurück ]      [ Stichworte ]      [ Die Hyper-Bibliothek ]      [ Systemtheorie ]         [ Meine Bücher ]

Das semiotische Dreieck zeigt, dass ein Ausdruck und der Referenzobjekt des Ausdruckes über Inhalte (Bedeutungen) vermittelt sind, während (Eigen-)Namen direkt auf ein Exemplar des Referenten bezogen sind.

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Als Begriff bezeichne ich einen Ausdruck, für den ich eine Definition habe.

Das Begriffswort erscheint dabei als Er-Satzfür den Definitions-Satz.

Hinweise:
- von diesem Dreieck gibt es beliebig viele Varianten, die sich terminologisch beliebig unterscheiden. Allgemein bekannt wurde das Dreieck durch C. Ogden 1923.
Explizite Formen davon gibt von Frege, ....
- Das Dreieck wird sehr unterschiedlich interpretiert, schon die dreieckige Anordnung ist sehr verspielt.
- Natürlich ist irrelevant, inwiefern der Referenzobjekt wirklich existiert (zB Hexen) (Glasersfeld, S.24ff)


 

terminologischer Wildwuchs

Semiotik ist ein Sammelsurium von Psychologismen, Linguistik und Sprachphilosophie. U. Eco (1977:28), der populärster Vertreter schreibt;

Es werden also bei jedem Zeichenprozeß drei Dinge unterschieden
1. das semainon (das Bezeichnende), d.h. das eigentliche Zeichen als physische Entität (was wir als Klasse von Signalen definiert haben);
2. das semainomenon (das Bezeichnete), d.h. das, was vom Zeichen ausgesagt wird und keine physische Entität darstgellt;
3. das pragma, d.h. das Objekt (im weitesten Sinne), auf das das Zeichen sich bezieht und das wiederum eine physische Entität oder ein Ereignis bzw. eine Handlung ist (gr. pragma hat ein sehr weites Bedeutungsfeld). Ausdeutungen dazu gibt es beliebige:

Interpretant (Peirce)
Referenz (Ogden-Richards)
Sinn (Frege)
Intension (Carnap)
Designatum (Morris 1938)
Significatum (Morris 1946)
Begriff (Saussure)
Mentales Bild (Saussure, Peirce)
Inhalt (Hjelmslev)
Bewußtseinszustand (Buyssens)

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Gengenstand (Frege-Peirce)
Denotatum (Morris)
Signifikat (Frege)
Denotation (Russel)
Extension (Carnap)
 
Zeichen (Peirce)
Symbol (Ogden-Richards)
Zeichenhaftes Vehikel (Morris)
Ausdruck (Hjelmslev)
Representatum (Peirce)
Sem (Buyssens)


 
[ Varianten von Schrey ]
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