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Als Fotografie bezeichne ich das mit einer Kamera hergestellte Technobild und das dabei verwendete Verfahren.

Es gibt verschiedene Fotografie-Verfahren, die alle auf einer Belichtung von lichtempfindlichen Material beruhen. Ich unterscheide zwei prinzipielle Verfahren. Beim älteren Verfahren, das ich als Lichtbild-Verfahren bezeichne, wird in der Kammera ein eigentliches Bild hergestellt, das ich anschauen kann, beim neueren Verfahren, das ich als Retina-Verfahren bezeichne, wird das einfallende Licht in Pixel zerlegt und jedem Pixel ein Datenelement zugeordnet. Die Daten werden als Datei gespeichert, die ein Anzeigegerät steuert, auf welchem ich ein Bild sehen kann.

Beide Fällen beruhen auf dem Phänomen, das durch die Kamera obscura sichtbar gemacht wird, nämlich dass Lichtstrahlen - falls es so was gibt - auf irgendeine Art Abbildungen von Gegegenständen transportieren, bei welchen sie vorbeigekommen sind. Physikalisch gesprochen reflektieren die Gegenstände Licht, das je nach der Oberfläche verschieden gebrochen wird. Das Licht, das in die Kamera fällt, wird durch lichtempfindliches Material abgetastet.
 


Die erste bekannte Fotografie von N. Niépce 1826
Bildquelle: Wikipedia

Beim Lichtbild-Verfahren verformt sich das lichtempfindliche Material, das als Film auf einem Trägermaterial aufgetragen ist, analog zum Lichteinfall. Der Lichtstrahl macht sozusagen eine sichtbare Gravur, die mit dem fotografierten Gegenstand isomorph ist. Wenn ich das Bild anschaue, sehe ich unmittelbar, was fotografiert wurde.

Beim moderneren Retina-Verfahren besteht das lichtempfindliche Material aus einzelnen rasterförmig angeordneten Bildsensoren, deren Signale Datenelemente in einer Datei festlegen. Diese Daten kann ich nicht unmittelbar anschauen, aber ich kann damit ein Anzeigegerät steuern, auf welchem ich das Bild sehen kann.


 

 


1888 Kodak Nr. 1, die erste massenhaft industriell gefertigten Rollfilmkamera. Der Apparat war klein, leicht, mit einem Verkaufspreis von 25 Dollar jedoch vergleichsweise teuer; fotografiert wurde zunächst auf dem papierbasierten Stripping Film (ab 1884 wurden fotografische Platten ersetzt) und später auf dem zelluloidbasierten American Film mit jeweils hundert runden Bildern. Ab 1889 kam Zelluloid als Trägermaterial, 1891 die Einkapselung des Rollfilms und die Möglichkeit des Filmwechsels bei Tageslicht
1891 führte T. Edison die Perforation von 35-mm-Film ein.


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