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Als Kamera bezeichne ich ein Apparat, dessen Keimform die Camera obscura ist. Mit der Kamera stelle ich Fotografien her.

Es gibt verschiedene Verfahren, die alle auf einer Belichtung von lichtempfindlichen Material (Negativfilm) beruhen. Die Kamera haben dazu eine abgedeckte Linse, die kurzzeitig geöffnet werden kann. Ich unterscheide das Lichtbild-Verfahren (sogenannte "analoge Kamera") und das Retina-Verfahren (sogenannte "digitale Kamera").

  • Lichtbild-Verfahren
  • Beim Lichtbild-Verfahren wird ein Film(träger) belichtet. Die erste Version war die Heliografie. Durchgesetzt hat sich ein eingekapselter Negativfilm, den man leicht einsetzen und entwickeln konnte.

    Dieser Kameratyp hat einige Entwicklungsstufen durchlaufen, wichtige waren die Spiegelreflexkamera, die austauschbaren Objektiven, der motorisierte Filmtransport, Einstellbare Belichtingszeiten und Tiefenschärfe.
    Das betrifft als die Kamera als Apparat, aber nicht das fotografische Verfahren.

    Dieser Kameratyp hat einige Entwicklungsstufen durchlaufen, von der Heliografie zur Daguerreotypie, vom Possitiv- zum Negativfilm und zum Filträger Zelluoid. Auch die Kamera als Apparat hat sich entwickelt. Wichtige technische Stufen waren beispielsweise die Spiegelreflexkamera, die austauschbaren Objektiven, der motorisierte Filmtransport, Einstellbare Belichtingszeiten und Tiefenschärfe.

    Das alles betraf jedoch nicht das Lichtbildverfahren als solches.

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Bildquelle: Wikipedia

 
  • Retina-Verfahren
  • Beim Retina-Verfahren wird kein Film mehr, sondern eine Menge rasterförmig angeordnete Bildsensoren belichtet, deren Signale Datenelemente in einer Datei festlegen. Diese Daten kann ich nicht unmittelbar anschauen, aber ich kann damit ein Anzeigegerät steuern, auf welchem ich das Bild sehen kann.

    Als Retina-Verfahren bezeichne ich dieses Verfahren aufgrund der Analogie zum Auge, in welchem auch kein Film verwendet wird, sondern quasi Daten an einen Prozessor gesendet werden.

    Dieser Kameratyp unterliegt der Entwicklung der Computertechnik. Die Kameras werden immer kleiner und immer hochauflösender. Die verbreiteste Kamera ist ein Bauteil der Smartfons und die Pixel pro Bild nehmen rasant zu. Sie hat die Lichtbild-Kamera in kurzer Zeit vollständig verdrängt und gilt als Paradebeispiel für disruptive Technik.

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Bildquelle: Wikipedia

 

Umgangssprachlich werden die Kameras, die auf dem Retina-Verfahren beruhen, als digitale Kameras bezeichnet und in der Folge davon gelten herkömmliche Kameras retronym als analog.


 
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