Vorspann
Die differenztheoretische Bestimmung eines Begriffes ist immer eine "Alternative", wobei eine Alternative ja nicht alleine sein kann, sondern eine Alternative braucht. Wenn ich "Wissen" als einen Begriff beobachte, habe ich Alternativen in bezug auf meine Unterscheidungen (Definitionen), so dass der Begriff vielfältig wird. Ich kann aber auch einem Ausdruck verschiedene Begriffe zuordnen, ihn also zum Homonyme oder zur Metapher machen. Und oft muss ich mich zwischen diesen beiden Alternativen gar nicht entscheiden. Ich kann in der Schwebe lassen, ob ich durch meine Differenzen einen vielfältigen Begriff oder vielfälltige Begriffe zum Ausdruck Wissen habe. Hier ein paar Differenzen:
Differenztheoretisch kann Wissen durch die Differenz zwischen Wissen und Können gesehen werden, wobei auf der Seite des Wissens das Können wiedereintritt, denn ich muss sagen können, was ich weiss.
Siehe dazu Wissen als Beschreibungen von Operationen
Differenztheoretisch kann Wissen durch die Differenz zwischen Wissen und Intelligenz gesehen werden, wobei auf der Seite des Wissens die Intelligenz wiedereintritt.
Siehe dazu Wissen als mentals Konstrukt
Differenztheoretisch kann Wissen durch die Differenz zwischen einer mentalen Fähigkeit und einer Aussprechbarkeit gesehen werden, .
Siehe dazu tacit knowledge
Wissen/Gewissheit
Wissen/Kennen
Wisen-Glauben-Meinen
Und ausserdem:
Als reines Wissen bezeichnet Hegel das Wissen, dessen Gegenstand das in seiner Vielfalt zu bestimmende Wissen selber ist. Das System der Wissenschaften ist nach Hegel eine Darstellung des reinen Wissens.