Als Institution bezeichne ich eine mit normativer Geltung belegte "soziale Wirklichkeit", die dadurch erzeiugt wird, dass die Verhaltnesweisen der Repräsentanten der Institution nach innen und nach außen systematisch erscheinen - also so, wie wenn sie einem Regelsystem folgen würden.
Institutionen im engeren Sinne verfügen über eine Selbstdarstellung ihres Regelkanons, der oft als Verhaltensweise einer Organisation erscheint.
Beispiele:
- die Institution Kirche erscheint durch ein Priestertum und Kirchen, durch Messen und Taufen usw.
- die Institution Recht erscheint durch Gerichte, Richter, Gefängnisse usw
- die Institution, die im Krieg verwundete Soldaten aus dem Schlachtfeld schaft, ist durch Organisationen wie das "Rote Kreuz" repräsentiert.
- die Institution Markt, in welcher Ware und Geld getauscht werden ist durch Organisationen wie Marktfahrer und Lebesmittelketten repräsentiert.
Literatur:
„Institutionalisierung findet statt, sobald habitualisierte Handlungen durch Typen von Handelnden reziprok typisiert werden. Jede Typisierung, die auf diese Weise vorgenommen wird, ist eine Institution“ (Berger, P.:58).