Den Ausdruck "Instanz" verwende ich für die Verkörperung eines Objektes in Sinne der objektorientierten Programmierung.
In der objektorientierten Programmierung ist bespielsweise ein "record" eine Instanz des Objektes "record". Das Objekt (hier ein Datentyp) bestimmt die Struktur, etwa, dass ein record mehrere Felder hat und mit welchen Methoden die Felder verändert werden. Eine Instanz ist ein verwendeter record, der dann eben die bestimmte Anzahl von Feldern mit entsprechenden Inhalten hat.
Anschaulich:
In einer Liegenschaftsverwaltungsapplikation sind Instanzen des Objektes "Mehrfamilienhaus" die bewirtschafteten Mehrfamilienhäuser. Jeder erfasste Datensatz, der ein Mehrfamilienhaus repräsentiert, ist eine Instanz des Objektes (die sprachlich verkürzt oft als Objekt bezeichnet wird). Wenn ich also mehrere Mehrfamilienhäuser verwalte, habe ich für jedes Mehrfamilienhaus einen Eintrag, in welchem beispielweise steht, wieviele Wohnungen im jewiligen Haus vorhanden sind. Diese Einträge sind Instanzen.
Ich kann natürlich auch Objekte wie 4-Familienhaus, 5-Familienhaus usw machen. Dann sind die Instanzen eben entsprechend die erfassten 4-Familienhäuser usw, die dann beispielsweise in verschiedenen Gemeinden stehen.
Homonym:
Umgangsprachlich (metaphorisch) bezeichne ich die Verkörperung einer "organisatorischen Idee" als Instanz, beispielsweise gibt es in der Rechtssprechung einen Weg über mehrere Instanzen bis hin zum Bundesgericht. Die Instanzen sind immer Gerichte, also das gleiche, aber nicht dasselbe. Sie sind einander aber so untergeordnet, dass jeweils eine Instanz Verfahrensmängel einer anderen Instanz feststellen kann. Als Instanzen repräsentieren sie das gleiche Objekt, sie sind "Gerichte", mit der Befugnis, unterstehende Gerichte (sofern vorhanden) zu überschreiben.