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Symbol wird sehr oft synonym zu Zeichen verwendet. Dann ist auch oft die Rede von "eigentlichen" Symbolen, und oft ist damit das gemeint, was ich als Symbol von Zeichen unterscheide.

In der Mathematik wird der Ausdruck Symbol auch terminologisch verwendet: Symbolische Mathematik (Computeralgebra, Symbolic Computation, usw).

Als Symbol bezeichne ich bestimmte Zeichen, also eine Teilmenge der Zeichen:

bildZeichen
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Ikonbild IndexbildSymbol

Symbole sind arbiträr, Ikone sind ihrem Referenzobjekt analog, Index haben eine Zwischenstellung. Ikone sind analoge Zeichen, sie beruhen auf einer impliziten Vereinbarung, Symbole sind digital, sie beruhen auf einer expliziten Vereinbarung. Auf einer Zeichnung erkenne ich einen Tisch (wenn die Zeichnung konventionell genug ist, und ich das Prinzip der Zeichnung verstanden habe). Worauf das Wort "Tisch" verweist, muss ich dagegen lernen.

Hinweise:
Symbole haben ausschliesslich die Bedeutung, Symbol zu sein. Sie haben also nicht die Bedeutung des Referenzobjektes, für das sie stehen. Das Symbol "Hammer" hat keine andere Bedeutung als ein Symbol zu sein. Es verweist auf den bedeutungstragenden Gegenstand Hammer.
In ((alltags)sprachlicher) Verkürzung wird den Symbolen häufig Bedeutung (oder "Wortbedeutung") zugeschrieben. Wenn ich mich aber in diesem umgangssprachlichen Sinn etwa frage, was ein bestimmtes Wort bedeute, frage ich eigentlich, für welche Gegenstandsbeschreibung das Wort steht, also nach dem Er-Satz, nicht nach einer Bedeutung.

Symbol bei C. Peirce und F. de Saussure
Bei C. Peirce etwa steht Symbol synonym für ein konventionelles Zeichen, das mit dem Symbolisierten keinen Ähnlichkeitsbezug teilt. Bei F. de Saussure dagegen ist genau diese Ähnlichkeitsrelation entscheidend für das Symbol.
In der Terminologie der Linguistik von F. de Saussure ist das Symbol ein „Typ von Bedeutungsträger“, bei dem zwischen der Form des Zeichens und dem, was es ausdrückt, noch ein gewisser Ähnlichkeitsbezug, ein „Rest einer natürlichen Verbindung“ besteht. Unter Betonung der Arbitrarität des sprachlichen Zeichens setzt er das Symbol vom rein konventionellen Zeichen im engeren Sinn ab.
Nach der Terminologie von C. Peirce ist ein Zeichen entweder ein Index, ein Ikon oder ein Symbol. Das Symbol ist als rein konventionelles Zeichen definiert.

In diesem Lexikon verwende ich diesbezüglich die Definition von C. Peirce.


 

andere Forumlierungen in der Literatur:

eine, die ich auf Zeichen insgesamt beziehen würde:
"Symbol ist alles, was für anderes steht. Dies andere kann objektiv real existieren, aber es kann selbst auch nur ein Gedanke sein, ja, es kann selbst wiederum ein Symbol sein. Symbole sind Zeichen aller Art: stenographische Zeichen, mathematische Fromeln, Bilder, Puppen, mit denen Kinder spielen, religiöse Gegenstände wie Heiligenbilder, Reliquien usw. Dem Symbol haftet ein konventionelles Merkmal an. Wesentlich ist, dass Symbole von dem, was sie symbolisieren, nicht kausal erzeugt werden. Sie sind also sorgfältig von Signalen zu unterscheiden, und aus eben diesem Grunde ist es nicht zulässig, Wahrnehmungen und Empfindungen als Symbole zu bezeichnen" (G. Klaus: 'Spezielle Erkenntnistheorie' Berlin-Ost 1966, S. 51-52). (...)
Zu unterscheiden ist in einem anderen Zusammenhang zwischen dem eidetischen und dem operativen Sinn der Symbole. Ein Symbol hat für uns einen eidetischen Sinn, wenn wir wissen, was es bedeutet. Ein Symbol hat für uns einen operativen Sinn, wenn wir wissen, wie wir es benutzen müssen' (ders. S. 62)." (zit in: Tiwald, 1975, 135).

und eine, deren Unterscheidung ich nicht erkennen kann
"Symbole sind nicht natürlicher Bestandteil der Objekte (...) sondern sie erfahren von der Gesellschaft und der Kultur ihre inhaltliche Bestimmung. Dies hebt sie über Zeichen oder Signale hinaus. Ein Zeichen kann für etwas stehen oder etwas bezeichnen, wie z.B. den Namen einer Person oder auch etwas repräsentieren, wie eine Skizze ein zukünftiges Haus. Schliesslich kann es auf etwas hinweisen, dass z.B. der Zug anhalten soll, wenn das Signal auf 'Rot' steht. In sich haben aber die Zeichen keine Bedeutung" (Kahle, 1982, 69).


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