Produktion        zurück ]      [ Stichworte ]      [ Literatur ]      [ Die Hyper-Bibliothek ]      [ Systemtheorie ]

Produktion steht einerseits für den Prozess einer herstellenden Tätigkeit und andrerseits für die Hypostasierung dieses Prozesses als Herstellung. (K. Marx bezeichnet ersteres als Arbeitsprozess und leztere als Produktion). Als Prozess wird jener Teil eines wirtschaftlichen Produktezyklus gesehen, in welchem die Ware hergestellt wird, sozusagen zwischen Planung und Vertrieb. In der Hypostasierung der politischen Ökonomie werden notwendige Faktoren aufgelistet. Der Prozess wird dann als Arbeit bezeichnet und neben lang- und kurzfristige Investitionen (wie Anlagen und Werkstoffe) gestellt.

Taylorismus wird oft als Organisation der Produktion gesehen.

In manchen Fällen wird Produktion sehr abstrakt verwendet, typischerweise etwa im Fall von Theaterproduktion. Dabei geht es um die Finanzierung einer spezifischen Infrastruktur, die nichts mit dem Theater, das aufgeführt wird, zu tun hat.

Als Produktion bezeichne ich die Tätigkeit, in welcher Gebrauchswert als Produkt hergestellt - oder eben produziert wird.
Ich verwende den Ausdruck Produktion in dem Sinne abstrakt, dass ich die Produktionsverhältnisse weggelasse, also dafür, was in allen Produktionsverhältnissen gleich bleibt. Ich kann für mich oder für andere produzieren und ich kann für einen Kapitalisten produzieren. Eigentliche Arbeit produziert für andere, also Tauschwert.
Jede Produktion ist Aneignung von Natur und dient - vermittelt - der Konsumption.

Ich unterscheide anhand von elementaren Beispielen folgende Fälle:

Jede Produktion verändert den Arbeitsgegenstand. Der Arbeitsgegenstand ist angeeignetes Material. Der Baum in der Natur ist kein Material, ich mache ihn zu Material, indem ich ihn zum Arbeitsgegenstand mache.

siehe auch Textproduktion als exemplarisches Beispiel

In der Literatur steht "Produktion" oft für einen übergeordneten Prozess, der durch Produktionsfaktoren bestimmt wird.

H. Braverman: Die Arbeit im modernen Produktionsprozess: Durch diesen Buchtitel unterstellt H. Braverman die Arbeit als einen Produktionsfaktor in einem übergeordneten System oder Prozess.
So sieht es auch die Wikipedia: "Produktion [...] sind die von Arbeitskräften (Produzenten) mittels Arbeit bewirkten Prozesse der Transformation, die aus natürlichen wie bereits produzierten Ausgangsstoffen (Werkstoffe) unter Einsatz von Energie und bestimmten Produktionsmitteln lagerbare Wirtschafts- oder Gebrauchsgüter [...] erzeugen."

Solche Aufzähl-Definitionen führen zu sehr verschiedenen Auffassungen, was Produktionsmittel sind. Die industrielle Produktion, die Kapital vermehrt,


 

Literatur:

"Der Mensch kann in seiner Produktion nur verfahren, wie die Natur selbst, d. h. nur die Formen der Stoffe ändern. Noch mehr. In dieser Arbeit der Formung selbst wird er beständig unterstützt von Naturkräften. Arbeit ist also nicht die einzige Quelle der von ihr produzierten Gebrauchswerte, des stofflichen Reichtums. Die Arbeit ist sein Vater ... und die Erde seine Mutter." (K. Marx, Das Kapital, MEW 23, 57f.)

"Die einfachen Elemente des Arbeitsprozesses (d. h. der Produktion) sind die zweckmäßige Tätigkeit oder die Arbeit selbst, ihr Gegenstand und ihr Mittel." (K. Marx, Das Kapital, MEW 23, 193.)


 
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