Taylorismus        zurück ]      [ Stichworte ]      [ Die Hyper-Bibliothek ]      [ Systemtheorie ]         [ Meine Bücher ]

Der Ausdruck Taylorismus steht für eine bestimmte Auffassung von "Scientific Management" (dt. wissenschaftliche Betriebsführung, Arbeitswissenschaft), die Frederick Taylor zugeschrieben wird. Taylorismus bezeichnet eine auf ihn zurückgeführte Betriebs- oder Produktionsform, in welcher die Menschen zu Maschinen degradiert werden. Einfluss hatte F. Taylor mit seinen Ansätzen nie nachweisbar, aber in der Zeit, in der er seine human gedachte Betriebsführung vorlegte, machte das Fliessband und das Akkordwesen als Produktionsform Karriere. Obwohl F. Taylor beides nicht propagierte, steht sein Name für die negativen Auswirkungen dieser Strategien. F. Taylor entwickelte eine wissenschaftlichen Herangehensweise um Management, Arbeit und Unternehmen zu optimieren, er wollte damit soziale Probleme lösen und „Wohlstand für Alle“ erreichen.

Taylorismus bedeutet in der Arbeitswissenschaft vor allem die Trennung von Hand- und Kopfarbeit. Im Wissensmanagement kann man eine neue Stufe des Taylorismus sehen (mehr). Es geht darum, das Wissen von den Menschen zu trennen und in Maschinen zu verkörpern, wie zuvor die handwerklichen Fähigkeiten in Maschinen aufgehoben wurden.

Sekundär-Literatur

R. Todesco: Der rationale Kern im Taylorismus

Zitate

Ein wunderbares Gespräch über das Verladen von Eisenbarren.

Taylorismus in Deutschland:

Durch die Übersetzung der beiden Werke von Frederick Winslow Taylor On the Art of Cutting Metals und Shop Management, die Adolf Wallichs 1907 und 1909 veröffentlichte, trug er unter anderem zu einer stärkeren Berücksichtigung des Taylor-Systems in Deutschland bei. (aus WP)

noch mehr im Netz

M. Müller: Taylorismus: Abschied oder Wiederkehr? als Beispiel für die ewige Wiederbelebung.
[F. W. Taylor und der Taylorismus, Über das Wirken und die Lehre Taylors und die Kritik am Taylorismus Walter Hebeisen, 1999]
[ Taylorismus und Luhmann ]
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