LAN steht für Lokal Area Network. Es ist also ein lokales Netz, das manchmal nur zwei Computer im selben Raum, aber genauso über 200 Rechner in einem ganzen Gebäude vernetzen kann. Die Firma Novell stellte 1983 erstmals ein solches Netz vor. Die Verbindungen stellen Kabel, meist Twisted Pair-Kabel her. Die Anordnung der Computer im Netz zueinander (Netzwerktopologie) kann den Bedürfnissen der Benutzer angepasst werden. Nötig sind weiterhin Netzwerkkarten und Netzwerksoftware in jedem Rechner. Sinnvoll ist darüber hinaus ein File-Server für den Datenbestand, eine zentrale Möglichkeit zur regelmäßigen Datensicherung und Zugriffsmöglichkeiten auf andere Netze. Auch verschiedene Aus- und Eingabegeräte wie Drucker und Scanner werden über das Netz betrieben. Lokale Netzwerke dienen vor allem dem Austausch innerhalb eines Hauses, einer Firma, einer Behörde, einem Forschungsinstitut und ähnlichem. Über die Kabelverbindung gelangen Daten am schnellsten zum Kollegen, der sie nun einsehen und bearbeiten kann. Anfragen beispielsweise lassen sich per e-mail stellen, auch wenn der Gefragte gerade telefonisch oder persönlich nicht erreichbar ist. Wie in allen Netzwerken müssen auch in einem LAN besondere Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden, um sensible Daten wie die Höhe der Gehälter vor dem Zugriff Unbefugter zu schützen. Bei Datenbanken wird dies durch die Datenbanksysteme geregelt. Aber auch über einen Server lässt sich der Zugriff beschränken. Im Gegensatz zu größeren Netzen sind LANs nicht zwingend auf Standards angewiesen, denn die Anzahl der Rechner ist überschaubar. Trotzdem haben sie sich auch hier durchgesetzt, besonders wenn Zugriffsmöglichkeiten auf andere, größere Netze wie das Internet möglich sein sollen.