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Als Algorithmus bezeichne ich eine formale, vollständige Beschreibung eines Steuerungs-Prozesses einer Maschine.

Mit seiner ideellen "Maschine" zeigte A.Turing, dass sich mathematische Abstraktionen in Maschinen begründen. Insbesondere hat A.Turing mit seiner Maschine den Begriff des Algorithmus, der zuvor für rechnerische Verfahren insgesamt verwendet wurde, spezifiziert (60). Ein eigentlicher Algorithmus (effektives Verfahren) ist eine abstrakte, vollständige Beschreibung eines Maschinensteuerungsprozesses (61). Hinter jedem Algorithmus steckt die Steuerung einer wirklichen Maschine.
60 ”Die Bezeichnung Algorithmus wird auf den Namen des persisch-arabischen Mathematikers und Astronomen IbnMusaAlChwarismi zurückgeführt. Man verstand darunter ursprünglich das um 1600n.Chr. in Europa eingeführte Rechnen mit Dezimalzahlen” (Duden,Mathematik,1985,31f).
61 Duden argumentiert - mathematisch - umgekehrt: ”Die Angabe eines Algorithmus als Lösungsverfahren eines Problems ermöglicht es prinzipiell, das Problem auch mit Hilfe von Rechenanlagen zu lösen” (Duden,Mathematik,1985,32).
(Todesco: Technische Intelligenz: 32f).

Vergleiche dazu die Turingmaschine und das 'effektive Verfahren' bei J. Weizenbaum (1977, 74f und 91f.)


 

Literatur:

Die Bezeichnung Algorithmus wird auf den Namen des persisch-arabischen Mathematikers und Astronomen Ibn Musa Al Chwarismizurückgeführt. Man verstand darunter ursprünglich das um 1600n.Chr. in Europa eingeführte Rechnen mit Dezimalzahlen” (Duden, Mathematik, 1985:31f).

"Das Buch, in dem al-Khwarizmi das Stellenwertsystem der Inder beschreibt, hiess in einer Übersetzung des 12. Jahrhunderts 'Algorithmi de numero Indorum', wobei das Wort Algorithmus der Lateinisierung des Namens von al-Kwarizmi entspricht. 'Seit dieser Zeit ist das Wort Algorithmus als Bezeichnung für einen automatisierten Rechenvorgang in die Fachsprache der Mathematik eingegangen' (...)" (Keil-Slawik, 1990, 145).

Nach S. Krämer, 1988, 159, ist ein Algorithmus durch 4 Merkmale bestimmt: (1) Elementarität: die Zerlegung eines komplexen Prozesse in Grundoperationen, die selbst nicht weiter zerlegbar sind; (2) Determiniertheit: die Reihenfolge dieser Grundoperationen ist streng festgelegt, schematisiert; (3) Allgemeinheit: Die Operationen richten sich auf Objekte, deren Natur für den Algorithmus gleichgültig ist und die zu einer Klasse möglicher Objekte gehören; (4) Endlichkeit: Ein Algorithmus muss in doppelter Hinsicht endlich sein: Endlichkeit der Vorschrift der Ausführung und Endlichkeit der Operationszeit einzelner Schritte.

Vgl. auch Vollmer, G.: Algorithmen als Denkzeuge. In: Irrgang/Klawitter, 1990, 145ff.;

siehe auch Programm


 

In der Informatik spielen Algorithmem eine wichtige Rolle und ganz bestimmte Algorithmen werden ausgezeichnet:


 
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