Als Zweck bezeichne ich ich das, womit ich eine Tätigkeit begründe, die auf ein Ziel gerichtet ist. Nach dem Zweck einer Handlung frage ich mit "wozu", die Antwort nennt ein angestrebtes Ziel. |
Zweck
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Beispiele:
Ziel einer medizinischen Operation kann sein, dass etwa ein entzündeter Blinddarmfortsatz entfernt und die Bauchdecke wieder geschlossen ist (Ziel-Zustand).
Der Zweck dieser Operation ist die Erhaltung der Gesundheit des Patienten oder spezieller formuliert, die Vermeidung von absehbaren Folgen der Entzündung, etwa eines Darmdurchbruches. Mit dem Zweck wird das Operieren begründet, nicht das Ziel der Operation.
Wenn ich ein Bild von meinem Hund male, verteile ich Farbe auf einer Leinwand. Mein Ziel ist eine adäquate Abbildung. Der Zweck meines Malens liegt in der Verwendung des Bildes, ich will vielleicht anderen zeigen, wie mein Hund aussieht.
Hinweise:
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Wozu ist nicht warum!
Mit wozu frage ich nach einer beabsichtigten (erhofften) Wirkung, mit warum frage ich nach (vermuteten) Ursachen. Auf warum antworte ich mit "weil". Auf wozu antworte ich mit "für dies oder das".
Beide Fragen implizieren eine Handlung, das ich nicht deuten kann.
Wenn ich mich frage, stehe ich quasi neben mir: Wozu oder warum - um Gottes Willen - mache ich das alles?
Anmerkungen:
Der Konstruktionsplan erscheint den Ingenieuren lediglich als Mittel zum Zweck, gleichwohl ist das eigentliche Produkt und mithin das Ziel ders Ingenieurs die Darstellung der herzustellenden Sache.
Das "Partyspiel", das dem Turing-Test zugrunde liegt, hat drei Teilnehmer, einen Mann, eine Frau und einen Fragesteller, der männlich oder weiblich sein kann. Für den Fragesteller ist das Ziel des Spiels, herauszufinden, welcher der beiden anderen, die er als A und B ansprechen kann, der Mann ist und welcher die Frau. A soll überdies versuchen, den Fragesteller zu täuschen, und B soll versuchen, ihm zu helfen. Der Zweck dieses Spieles ist die Erläuterung der Bedingungen, die A. Turing erfüllt sehen will, um einen Computer intelligent zu nennen.
Nicht passende Redeweisen:
Ich sage umgangssprachlich die Ordnung einer Organisation ist sinnvoll, wenn die Organisation ihrem Zweck adaptiert ist.
In diesem Fall steht Zweck für Funktion
Zweckursache ist ein Philosophisches Konzept, das die Wörter Zweck und Ursache für ganz andere Sachen verwendet als ich.
"Die Notwendigkeit, Zwecke zu generalisieren, widerspricht der Notwendigkeit, in komplexen Wertlagen opportunistisch zu handeln." (Luhmann, N. (1999) Zweckbegriff und Systemrationalität, S.200, das werde ich noch nachtragen.)
In der zwischen 1812 und 1816 erschienenen „Wissenschaft der Logik“ wie auch in der „Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften“ von 1817 führte G. Hegel den Zweck neben Mechanismus und Chemismus als etwas Drittes ein, das mit jenen beiden anderen die objektive Welt ausmache. Der Zweck habe eine objektive, mechanische und chemische Welt vor sich, auf die sich seine Tätigkeit als auf ein Vorhandenes beziehe. Er sei innerhalb der Sphäre der Objektivität anzusiedeln, wenngleich immer noch „von der Äußerlichkeit als solcher affiziert“. Hiervon ausgehend gelangte G. Hegel zu der revolutionären Einsicht, dass es die menschlichen Tätigkeiten seien, die mechanische und chemische Technik nämlich, durch die der Zweck zum objektiven Faktum werde. Denn der Zweck schließe sich durch ein Mittel mit der Objektivität und in dieser mit sich selbst zusammen. Das Mittel aber sei die äußerliche Mitte des Schlusses, welcher die Ausführung des Zweckes ist. Im Griechischen heißt méchos Mittel, derer sich der Mensch dabei bedient, indem er Werkzeuge, Geräte, Apparate, Maschinen verfertigt. Der Begriff Maschine hängt eng mit diesem griechischen Wort zusammen. (??)