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zitiert in:

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Zur Person

     

Dirk Baecker (1955) ist ein deutscher SoziologieSystemtheoretiker, der sich mit N. Luhmann und mit G. SpencerBrown beschäftigt

D. Baecker im Netz

D. Baecker im Blog The Catjects

Anmerkungen

D. Baecker ist ein Beobachter wie Luhmann. Er spricht über den Beobachter so, wie wenn er kein Beobachter wäre, obwohl er alle (andern) Menschen für Beobachter hält.

D. Baecker sagt, Systeme müssen partiell blind sein. Sie können sehen, aber nicht alles.

D. Baecker hat die Theorie von SpencerBrown aufgearbeitet. Aber eben in der Sprache von N. Luhmann. Er bezeichnet den Uebergang von marked zu unmarked als zeitraubenden Tunnel, in welchem das nicht ausgeschlossene Dritte stattfindet.

Auf einem Viedo, das von RTL ausgestrahlt wurde, erläutert D. Baecker anschaulich, wie er Systeme sieht, anhand von zwei Personen in einem Cafegespräch:
1. sie kommunizieren (i.e. sie sprechen)
2. sie sind in einer Umwelt (in einem Cafe)
3. es gibt Störung (Lärm für und von andern)
4. es gibt Selbstwahrnehmeung (wegen der Reklamation der andern)
5. es wird Sinn gemacht (in einem Cafe darf man sprechen, das müssen die andern in Kauf nehmen).

D. Baecker sagt: "Theorie der Systeme betrügt sich produktiv um sich selbst: die Systeme, ohne deren Behauptung die Theorie nicht anfangen könnte, sind eine 'Gabe, die nie gegeben ist'". D. Baecker spricht von extrem speziellen Systemen, die es seiner Ansicht nach nicht gibt.

»Sein erster Reflex sei es, in seiner Tasche nach dem Autoschlüssel zu suchen, antwortete Niklas Luhmann auf einer Konferenz über Wirtschaftsethik, als er nach seiner Einschätzung dieses Themas gefragt wurde. Mit der Wirtschaftsethik stünde es wie mit der Staatsräson oder der englischen Küche: sie müsse in der Form eines Geheimnisses auftreten, um geheimzuhalten, daß die gar nicht existiere« (Dirk Baecker 1994: Postheroisches Management: 146)


„Wenn ich ein Phänomen habe, von dem ich sehe, dass es funktioniert (etwa Bürokratie). Und wenn ich einen kritischen Diskurs habe, von dem ich sehe, dass er seit Jahrzehnten auf diesen Gegenstand kritisch guckt und ihn aus der Welt zu schaffen versucht, sich an ihm reibt, sich über ihn ärgert, seine Dysfunktionen beschreibt usw., dann muss ich mich doch fragen, wie kommt es, dass der Gegenstand existiert, obwohl die Kritik in den Augen der Kritiker so unglaublich recht hat. Antwort des Soziologen (Luhmann): Der Gegenstand muss Gründe auf seiner Seite haben, die die Kritiker nicht sehen.“ Aus: Luhmann und die Organisation, in: Tagung zum Gedenken an Niklas Luhmann, Hannover: Evangelische Stadtakademie, 2 CD). [RT: Ein Phänomen funktioniert nicht, DB meint wohl etwas anderes, weiss aber hier gerade nicht was].


"Mir scheint es einen Versuch wert zu sein, die beiden Werte des Wissens und des NichtWissens als den binären Code des Kommunikationsmediums Intelligenz zu begreifen (41)" (Baecker, D. (2006): Erziehung im Medium der Intelligenz. In: Ehrenspeck, Y./Lenzen, D. (Hrsg.): Beobachtungen des Erziehungssystems. Systemtheoretische Perspektiven. Wiesbaden, S. 2666.)
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