von Glasersfeld, Ernst: Über Grenzen des Begreifens. 1996.
161 g. 105 S. 1996. Um 9 Am Nerv der Zeit, Benteli, SFr. 9.80, ISBN 3-7165-1004-1
Klappentext
Ich komme durch relativ einfache Überlegung über Begriffsbildung zu dem radikalen Schluss, dass wir uns an die Schnittstellen zwischen unserem Erleben und einer ontologischen Realität zwar gewissermassen von innnen herantasten, die aber nie überschreiten können. Und dass es darum eine nicht ungefährliche Illusion ist, wenn wir uns anmassen, unser Wissen als Erkenntnis einer von uns unabhängigen Welt hinzustellen.
Inhalt:
Ueber die Grenzen des Begreifens S. 7
Man muss zuerst zu zweit sein S.31
Wissen als Werkzeug S.53
Alexander A. Bogdanov: Wissenschaft und Philosophie
Enthält einige Metapher für den Konstruktivismus/Viabilität:
- Kriminal-Roman, der immer wieder neue Erfahrungen einführt, so dass die bisherigen Hyothesen verworfen werden müssen und am Schluss eine Hypothese des Autors als letzte setzt (24)
- Gehen im dunklen Raum als Suchen von gangbaren Wegen
- Einstein als Nichkonstruktivist: Gott würfelt
- Galilei als Erfinder der Wissenschaft (Hypothesen, nicht Experimente.
Unterscheidungen dienen dazu den Strom des Erlebens aufzuteilen und zu ordnen (22)
Anmerkungen von rtErnst von Glasersfeld sagte in einem Gespräch: "Was Marx in den Feuerbachthesen sagt, scheint auch mir mit dem Konstruktivismus vereinbar. Aber offizielle Marxisten lehnen diese Interpretation ziemlich schroff ab, denn sie wollen doch eine ganz "reelle" Materie als basis für den dialektischen Materialismus. Wenn Du die Bogdanov-Dialoge in dem kleinen Band von mir ("Grenzen des Begreifens", Benteli Verlag, Bern) gelesen hast, dann weisst Du dass auch ich eine recht konstruktivistische Marx-Interpretationen gefunden habe (und Gramsci gehört sicher in diese Gruppe). Doch die Partei hat das, soweit ich weiss, nie zugelassen."