Takt
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Takt nenne ich eine sich wiederholende Intervallstruktur.
Ein Takt in der Technik (häufig auch Taktung) ist die Menge von Impulsen pro Zeitintervall bezogen auf ein Ereignis.
Hinweis
Rhythmus ergibt sich aus der Betonungsabstufung innerhalb des Taktes
Anmerkungen: "Der Takt ermöglicht erst die Zeit. Der Takt wird produziert, die Zeit ergibt sich daraus. Was hat der Zeitpunkt mit dem Takt zu tun? Vgl. Keil-Slawik, 1990 (2), 114.
Quasi-etymologisch steckt in der Taktik der Takt.
Im Jahre 2006 wurde von der Firma ARM der erste kommerzielle ungetaktete, asynchrone Prozessor vorgestellt, der ARM996HS. Da er ohne Taktung auskommt, weist ein asynchroner Prozessor eine im Hochfrequenzbereich geringere und wesentlich weniger prägnante Abstrahlung auf und verbraucht während Prozesspausen keinen nennenswerten Strom.
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Am zweiten Juni 1919 machten die französischen Ingenieure Henri Abraham und Eugène Bloch in ihrem Aufsatz Sur la mesure en valeur absolute des
périodes oscillations électriques de haute fréquence darauf aufmerksam, dass, so maßgeblich die gegenwärtige Röhrentechnologie für die drahtlose Telegrafie sein mag, Stimmgabel-Röhrengeneratoren und elektrische Schwingkreise aufgrund ihrer systemischen und physikalischen Grenzen nur einen kleinen Frequenzbereich abzudecken vermögen. Vor allem sei die Genauigkeit der Einstellung ihrer Eigenfrequenzen nur auf ein Hundertstel begrenzt. Um zum einen höhere Frequenzen messen und erzeugen zu können, wie sie in der drahtlosen Telegrafie nach 1915 nötiger denn je wurden, und zum anderen möglichst präzise und konstante Frequenzwerte bei elektrischen harmonischen Oszillatoren zu ermöglichen, schlugen die beiden Ingenieure eine alternative Experimentalschaltung vor, die sie deshalb Multivibrateur (Multivibrator) nannten, weil sie je nach Wahl der elektronischen Bauelemente
Widerstand und Kondensator verschiedenste harmonische Schwingungen samt Oberwellen produzieren konnte. Entscheidend für eine Wissensgeschichte der Synchronisationstechnik Takten ist die Einsicht, dass der Multivibrator analog zum elektrisch-digitalen Takt
des Unterbrecherkontaktes einen elektronisch-digitalen Takt bzw. einen binärdiskreten elektronischen Takt generiert, der nur die zwei Zustände des geschaltet- oder gesperrt-Seins jeweils einer der beiden Röhren zulässt. Hernach stellt er gegenüber dem Unterbrecherkontakt insofern ein neues Paradigma der Synchronisationstechnologien dar, als dass sein Takt nicht mehr verschiedene harmonische Oszillatoren als „parallele Einheiten aufwendig synchronisiert“, sondern unabhängig von ihnen einen solchen produziert. Auf diese Weise wurde es möglich, einen anderen Oszillator wie eine Stimmgabel auf ein Tausendstel ihrer Eigenfrequenz genau zu vermessen oder zu eichen. Der Multivibrator inaugurierte somit nicht mehr und nicht weniger als den maschinellen Takt des elektronischen Digitalcomputers und dessen universale informationstragende und sich gleichsam in ihm und durch ihn wiederholende identische Differenz von Null und Eins. Es ist genau dieser Takt, der noch heute sämtliche in Registern zusammengeschaltete taktflaken- oder taktzustandsgesteuerte Flipflops synchronisiert. Ein Flipflop ein bistabiler Kippschalter, bei dem statt der beiden Kondensatoren zwei Widerstände geschaltet sind.
von http://www.zfl.gwz-berlin.de/fileadmin/bilder/Projekte/Begriffsgeschichte/dennhardt_digitalbegriff.pdf