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============= in Arbeit ================== ich schlage vor die Terminologie des Sklavenhalters Aristoteles zu übernehmen, der die Demokratie zu den schlechten Regierungsformen zählte und die Regierungsform, die wir aktuell verwenden als ... bezeichnete

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Ich unterscheide Demokratie und "real existierende" Demokratie.

Als Demokratie bezeichne ich einen politischen Prozess, in welchem die Mehrheit der Menschen entscheidet. Diese Bestimmung ist in beliebig vielen Hinsichten unterbestimmt, entspricht aber irgendwie und ungefähr dem von mir wahrgenommenen common sense zu diesem Wort.

Als "real existierende" Demokratie bezeichne ich - in Anlehnung an E. Honeckers real existierenden Sozialismus - bestimmte gesellschaftliche Verhältnisse, wie ich sie beispielsweise in der Schweiz im 20. Jhd. vorfinde, in welchen beispielsweise Volksabstimmungen oder Wahlen zur Bestimmung von Volksvertretern durchgeführt werden.

in Arbeit (aus einer Diskussion)!!:

Das Problem der real existierenden Demokratie besteht darin, dass "die anderen" mitmachen müssen (mit jeder erdenklichen Gewalt dazu angehalten werden (ich will die Kriege gar nicht einzeln aufzählen, es ist ein einziger riesiger Krieg, in welchem heute gerade zufällig Libyen bombardiert wird.)). Die realexistierende Demokratie ist kein taugliches Modell, weil sie "gerade aufgrund des Wohlstands relativ stabil ist", diese Art Wohlstand aber schlicht nicht mehrheitsfähig ist. Die realexistierende Demokratie ist keine Demokratie, weil - genau wie in der während der Renaissance des 19. Jhd. (Industrialisierung) erfundene griechischen Demokrtaie - nur die Reichen mitmachen können. Die realexistierende Demokratie setzt auf Minderheiten, statt auf Mehrheiten - und das lässt sich nicht einmal innerhalb von superreichen Ländern wie der Schweiz oder Deutschland übersehen, geschweige denn, ausserhalb der G8.
Moral: ich finde das Halten von Sklaven und Lohnarbeitern extrem unmoralisch. Das würde ich nicht machen. Aber das ist Moral und die ist nur für mich, nicht für andere. Allerdings wenn andere nur diese ganz einfache Moral teilen würden, hätten wir eine ganz andere Welt - vielleicht sogar eine demokratische ?

Die Macht wird auf viele Gremienmitglieder verteilt. Keiner hat dann "alleine" eine konstruktive Macht, "aber dafür auch keine Verantwortung". Keiner muss irgend etwas konstruktiv wollen. Es reicht, wenn einige dies wollen. Man kann dann opportunistisch sein "kleines Quantum Macht, oppositionell zu schaden" dem Meistbietenden verkaufen. Dieser kumuliert diese "verantwortungslosen Verzichte zu schaden" zu einer "konstruktiven Macht".
Als "Wesen der Demokratie" erscheint mir:
1. vorerst die "Trennung und Atomisierung von Macht und Verantwortung";
2. dann die "Kumulierung der verantwortungslosen Macht-Atome" ;
3. und letzlich das Benutzen der "ausgeschiedenen" (d.h. der "verdunsteten") Verantwortung als "Spielball" in der "Konkurrenz der Wahlwerbung", d.h. im "Konkurrieren um die Gunst der Wähler".

Die Demokratie sammelt Einzelinteressen IN der Nation und schneidet mit Abstimmungs/Wahl-Unterscheidungen idealerweise 52/48 %. Wenn es blöde läuft kommt 50/50 oder 70/30. Die Unterscheidungen sind nie Unterscheidungen der Einzelnen sondern Durchschnittsunterscheidungen, die dem Einzelnen vorgetragen werden. Das Spiel beruht darauf, dass solche Durchschnittsunterscheidungen als Trick funktionieren.


 
[H. Tiwald]

 
[Demokratie ist keine Volksherrschaft]

[Privatisierung]

siehe: Demokratie bei N. Luhmann
siehe: Aristoteles dort