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Umgangssprachlich wird der Stromlieferent (Speicher) für mobile Geräte als Batterie bezeichnet. Wenn diese Batterien wiederaufladbar sind, heissen sie Akkumulatoren. Technisch handelt es sich um galvanische Elemente, die elektrische Ladung abgeben. Ursprünglich bestand eine Batterie aus mehreren Zellen.
Verschieden Anwendungen führen zu einer entdifferenzierteren Sprache, in welcher sehr verschiedene Elemente als Batterie bezeichnet werden. Ein Beispiel ist etwa die "Autobatterie", die bei laufendem Motor konstant geladen wird.
Die erste funktionierende Batterie war "galvanische Säule" von A. Volta um 1800.

  
Quelle: Wikipedia

Als Batterie bezeichne ich - in Anlehnung an das Kraftwerk - ein "Werk", das Strom abgeben kann. Der abgegebene Strom ist ein Effekt eines chemischen Prozesses, in welchem die Ladungen - durch eine zu schliessende Leitung (Kurzschluss) - fliessen.
Die Batterie hat eine Kapazität, die aus einer Leistung und einer Energiemenge besteht. In der Analogie zum Wasserkraftwerk ist die Leistung
Die Elektrodenmaterialien (Redox) legen die Nennspannung der Zelle fest, die Menge der Materialien die enthaltene "Energie".

Die Kapazität einer Batterie wird in Amperestunden oder Coulomb (C=1 As) angegeben
Die Leistung einer Batterie ist die Menge an elektrischer Energie, die pro Zeiteinheit entnommen werden kann. Sie wird in der Regel in Watt (W) angegeben und ist das Produkt aus Entladestrom und Entladespannung.
Die in einer Batterie gespeicherte Energie (elektrische Arbeit) pro Masse ist eine typische Kenngröße von Batterien.

siehe auch: Lageenergiespeicher


Oikologik

Batterien werden in absehbarer Zeit zu einem der wichtigesten Produkte in der Wertschöpfung. Die elektrischen Autos sind nur ein wichtiger Abnehmer. Dezentrale PV-Anlagen werden von Stromnetzen unabhängig werden, was zu ziemlichen Umstrukturierungen führen wird.

2014 kosten Lithium-Ionen-Batterien für den Endverbraucher mindestens fünfhundert Euro pro Kilowattstunde.
Eine typische Laptop Batterie hat etwa 0,05kWh.
Will man ein erfolgreiches Elektroauto bauen, wie der Tesla S, der eine Reichweite von fünfhundert Kilometern hat, benötigt man 85 kWh Batteriekapazität.
Tesla bietet den Austausch einer Batterie mit 85 kWh Kapazität für 12.000 Dollar an. Der tatsächliche Preis einer Ersatzbatterie auf dem freien Markt liegt bei 30.000$, mithin kostet eine Kilowattstunde nicht nur 100€ sondern eher 250€, immer noch ein günstiger Preis.

Eigentlich interessant sind die Kosten für Kapazitäten, also nicht für Leistungen (wobei die Kapazität natürlich direkt mit der Leistung verbunden ist):

Im konkreten Fall von Batterien für bonzige Teslaautos (wieviele Prozente der Weltbevölkerung können sich je so einen Unsinn leisten?) oder - weit wichtiger - für dezentrale Kraftwerke mit PV usw, geht es ja um die Kosten für sinnvolle Speichermengen, wobei die Leistung der Aggregate kaum je Teslaniveau brauchen wird - ausser eben für die Teslarer.

Die Frage wäre also: Welche Leistung muss meine Batterie (in Spitzenzeiten) abgeben können. Ich hab keine Ahnung, was beispielsweise in meinenm Haushalt anfällt. Hintergrund der Frage ist: Wenn ich mein Hausdach mit VP bestücke, muss ich die lokale Überproduktion ins Netz einspeisen, wo gleichzeitig auch alle Nachbarn einspeisen und dann muss ich den Strom wieder vom Netzbetreiber zu einem unerhörten Preis kaufen, wenn ich Strom brauche. Könnte ich meine Batterien laden, könnten mir die Netzbetreiber ...


 
[Lithium-Batterien]
[John Bannister Goodenough: Glasbatterie]
[Tesla und die Batteriepreise]
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