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Ich gehe grundsätzlich und immer davon aus, dass Wörter arbiträr sind. Homonyme deute ich aber manchmal als Metaphern, womit ich - quasi im re-entry zum Arbiträren - Zusammenhänge konstruiere.
 
Eine andere Art Zusammenhang liegt bei der Polysemie vor, die auch in der Familienähnlichkeit geltend gemacht wird.
 
Ich unterscheide eigentliche Homonyme, bei welchen ich zwei verschiedene Verwendungen des Ausdruckes klar unterscheiden kann, und umgangssprachlich diffuse Homonyme, die darauf beruhen, dass Wörter sehr ungenau verwendet werden, wodurch deren Referenzobjekt auseinanderdriftet (siehe dazu beispielsweise Erfindung).

"Homonym" verwende ich für einen Ausdruck, für den in derselben (Einzel)-Sprache verschiedene Vereinbarungen ("Wortbedeutungen") gelten.

Beispiel:
Der Ausdruck "Bank" steht für ein Sitzmöbel und für eine Finanzinstitution.

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Äquivokation, Homonymie und Polysemie im Verhältnis

Metapher
Die Metapher lässt sich als spezieller Fall des Homonyms betrachten. Wenn ich Esel sowohl für ein pferdiges Tier als auch für bestimmte Menschen verwende, kann ich ein Homonym oder eine Metapher erkennen.

Synonym
Als Synonym bezeichne ich eine Art Inversion zum Homonym, in welcher ich für dieselbe Sache zwei verschiedene Ausdrücke vereinbare.

Hinweis:
Ob man sich in derselben Sprache bewegt oder nicht ist nicht leicht entscheidbar, es gibt Dialekte und Terminologien, usw.

Mehr Beispiele:
Schrift, Medium

Es gibt verschiedene Probleme mit Homonymen:
Leiter steht für eine Gerät, für leitendes Material und für eine soziale Rolle.
steht für einen männlichen Leiter und für eine weibliche Leiterin (Gender, Sexus)
Im Gender-Fall besteht das Problem darin, dass das Wort auch verwendet wird, wenn eine Frau gemeint ist.
In einem begrifflichen Sinn besteht das Problem darin, dass das Homonym nicht als solches erkannt wird:
Energie etwa bezeichnet eine Grösse, ein thermodynamisches Konzept und etwas, was Geld kostet.

Der Leiter brauchte eine Leiter für die Kabelleitungen, aber es gab eine Umleitung...


 

Zoologie (ICZN)​ - siehe auch homolog

Die Regel im International Code of Zoological Nomenclature (ICZN) besagt, dass der erste der veröffentlichten Namen als „älteres Homonym“ zu gelten hat und zu verwenden ist (dies macht ihn zum „gültigen Namen“); alle anderen (ebenso geschriebenen) Namen sind „jüngere Homonyme“, sie sind „präokkupiert“ und müssen durch einen neuen Namen ersetzt werden. Es ist jedoch unter Umständen möglich, das jüngere Homonym als nomen protectum zu schützen und das ältere Homonym als nicht verfügbar zu einem nomen oblitum zu erklären. Die Voraussetzung dafür ist, dass das ältere Homonym veraltet ist und nicht „vorwiegend benutzt“ wird.

Ein Beispiel:
Georges Cuvier schlug 1797 den Gattungsnamen Echidna für die Ameisenigel vor. Johann Reinhold Forster hatte den Namen Echidna jedoch schon 1777 für eine Gattung der Muränen publiziert. Forsters Name wird jedoch dem Prioritätsprinzip folgend der Vorrang gewährt, was Cuviers Namen zum jüngeren Homonym macht.
Johann Karl Wilhelm Illiger publizierte den Ersatznamen Tachyglossus 1811.

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[ wp ] [ 10. 7.26 ]