Maurits Cornelis Escher        zurück ]      [ Stichworte ]      [ Literatur ]      [ Die Hyper-Bibliothek ]      [ Systemtheorie ]     

Escher's Bilder kann man - wie jene von Magritte - als Gemälde betrachten. Auf dieser Ebene finde ich sie eher bescheidene "Kunst", sie gefallen mir nicht. Man kann - und ich tue es - die Bilder als bewusste Reflexion von Wahrnehmungsprozessen betrachten. Auf dieser Ebene unterhalten sie mich hervorragend. Der Ausdruck "Kunstmaler" ist dafür ziemlich deplaziert. Escher ist ein grosser Künstler, aber kein Maler.

Richard Gregory entwarf als erster solche Figuren, die in der räumlichen Vorstellung keinen Sinn ergeben. Der holländische Künstler Maurits Corneille Escher (1898 - 1972) nutzte sie als Grundlage für seine Bilder von unmöglichen Treppen und Gebäuden.

Zur Person

Escher, Maurits Cornelis, (1898-1972), niederländischer Graphiker. Schuf mathematisch durchdachte ›Gedankenbilder‹, etwa durch Vereinigung verschiedener Beobachtungsebenen in einer einzigen Raumperspektive (Meyers Lexikonverlag).

Bilder

http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=oVthC6neqVc
    

Escher prodzierte Bilder, auf welchen er mit Bildern spielte. Ein typisches Beispiel sind die Echsen, die aus dem Bild im Bild heraus- und wieder hineintreten.

    
fehlt noch

Escher interpretierte das Phänomen mit den sich zeichnenden Händen auf einer weiteren Stufe. In diesem Bild ist die Entstehung eine Bildes im Bild festhalten. Die - wie bei den Echsen - aus dem Bild im Bild heraustretende Hand, ist eine zeichnende Hand, die eine Hand zeichnet.

   

In der Gallerie hängt ein Bild von einer Stadt, in welcher ein Gebäude mit einer Gallerie zu sehen ist, in welcher das Bild hängt, das diese Stadt zeigt. Im Fokus der Perspektive ist ein weisser Fleck. Escher zeichnet einen jungen Mann, der in der Gallerie steht, und das Bild anschaut, auf welchen er zu sehen ist. Die Bildbetrachter ist kein Beobachter, sondern ein Objekt der Gallerie (ich sehe ihn neben dem Bild stehen, er könnte eine Skulptur in der Gallery sein). Beobachter bin ich, mein Standpunkt ist der Weisse Fleck im Zentrum des Bildes.

Anhand des Bildes kann man sich eine naive Interpretation des "Beobachter beobachten" bewusst machen, die in populistischen Medien benutzt wird, wo irgend welche Leute darüber befragt werden, wie sie etwas einschätzen.

Als "Beobachter" bezeichne ich ein System, dessen Verhalten ich - in der Perspektive des deutenden Beobachters - als "Aussagen machen (und auf Aussagen reagieren)" interpretiere.

Literatur

...GEB
Bildband

Links


http://www.mcescher.com
http://meridian.net.au/Art/Artists/MCEscher/Gallery
http://artcoop.siriuslink.com/view_collection.php?artist=M.+C.+Escher&previews=1

zitiert in:

Varela: Der kreative Zirkel

Rolf Todesco: Hyperkommunikation - Eine Einführung

Zitate


 
  =========== http://www.math-inf.uni-greifswald.de/mathematik+kunst/kuenstler_escher.html#widerspruch Was Dürer für die Renaissance-Mathematik war, wurde (soweit solche Maurits C. Escher Vergleiche sinnvoll oder zulässig sind) der niederländische Graphiker Maurits Cornelis Escher (1898-1972) für das 20. Jahrhundert. Damit wollen wir sagen, dass Escher zu jenen ganz seltenen Künstlern gehörte, die nicht nur ein oder zwei mathematische Themen rezipiert und Vorgefundenes benutzt haben (das tat er auch und in seltener Vielfalt), sondern dass er durch seine Werke implizit neue und interessante Fragen an die Wissenschaft gestellt hat. Der Charakter eines Ausstellungskataloges gebietet, sich auf wenige Andeutungen und Beispiele zu beschränken: Eschers perspektivisch widerspruchsvolle Bilder haben uns nachdrücklich daran erinnert, dass jedes zweidimensionale Bild unendlich viele mögliche dreidimensionale Urbilder hat und die richtige Deutung dessen, was wir sehen, auf einem komplizierten und noch wenig erforschten Zusammenspiel zwischen dem Gesehenen und dem, was wir darüber wissen bzw. zu wissen glauben, beruht. Eschers Metamorphosen und Anamorphosen werfen die Frage auf, wie stark die Deformation oder Verfremdung eines Bildes werden kann, bis wir das abgebildete Objekt nicht mehr identifizieren können. Beide Fragen gehören zum Gegenstand einer sich konstituierenden Wissenschaft vom Bildverstehen, die in jedem Fall Teil der Informatik ist (und dort der künstlichen Intelligenz zugeordnet wird), aber zum Teil auch der Geometrie angehört. ========