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Literatur

Über die Ökonomie von Maschinerie und Manufaktur

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Sekundärliteratur

A. Hyman: Charles Babbage
H. Braverman: Die Arbeit ..

im Netz

fourmilab.ch: Babbage
wo auch der Text von [Menabrea]
über die Analytical engine zu finden ist.

Konzepte

Analytical engine
das Babbage-Prinzip zur Arbeitsteilung

A. Hyman glorifiziert C. Babbage in seiner Biografie, während H. Braverman ein ganz anderes Bild von einem ziemlich skurilen Erfinder mit enormem Scharfsinn zeichnet. Siehe dazu auch Rolf Todesco: Technische Intelligenz


Zur Person

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Charles Babbage (1792-1871) war Mathematiker, der mit seinen Entwürfen vieles von den Computern vorweggenommen hat.
Nach 1820 begann C. Babbage mit der Entwicklung seiner Differenzmaschine, die zur Erstellung von Funktionstabellen dienen sollten. Sie war ein mechanisches Gerät, das einfache mathematische Berechnungen durchführen konnte. C. Babbage konnte seine Maschine aber nicht vollenden, da ihm die nötigen Geldmittel dazu fehlten. (Britische Wissenschaftler konstruierten jedoch 1991 die Differenzmaschine nach Babbages ausführlichen Zeichnungen und Beschreibungen; sie arbeitet fehlerlos, rechnet mit einer Genauigkeit von 31~Stellen und beweist damit die Korrektheit von Babbages Entwurf).
Nach 1830 begann C. Babbage an der Entwicklung grosser Rechenautomaten zu arbeiten. Aufgrund technischer Schwierigkeiten wurden sie aber niemals gebaut. Auch C. Babbages Erfindung des Augenspiegels fand keine Beachtung.

Nach A. Hyman hat C. Babbage sehr viel zur Entwicklung von Präzisionsmaschinen in England beigetragen, nach H. Braverman war er ein ökonomisch bewusster Verfechter der industiellen Produktion.

Zitate

C. Babbage, der Vater des Computers, definierte: ”Die Vereinigung aller dieser einfachen Instrumente, durch einen einzigen Motor in Bewegung gesetzt, bildet eine Maschine” (zit.in: Marx,1975,396).

C. Babbage hatte in Bezug auf den Jacquard-Webstuhl vor allem den industriell wichtigen Vorteil hervorgehoben, dass an der gesteuerten Webmaschine schlechter qualifizierte, billigere Leute stehen konnten.

"C. Babbage, der Computer konstruiert hatte, lange bevor man ökonomisch in der Lage war, seine Computer auch wirklich zu bauen, entwickelte den Sinn seiner Maschinen in seinem Buch Über die Ökonomie von Maschinerie und Manufaktur. C. Babbage zeigt sich darin als Taylorist erster Güte (277), wobei er, obwohl er fast 100 Jahre vor F.Taylor lebte, den Vorteil hatte, dass er Maschinen, die F.Taylor nur vorschwebten, im Prinzip schon gebaut hatte und begrifflich darüber verfügte. C. Babbage beschrieb Menschen, die wie Roboter gehalten wurden, im Unterschied zu F.Taylor, nicht weil er die entsprechenden Maschinen nicht kannte, sondern um seine Maschinen, respektive deren Entwicklung zur Produktionsreife zu verkaufen" (Todesco: Technische Intelligenz: 231)

"Heute herrscht eher die Auffassung, dass die Maschine aus ”technologischen” Gründen nicht gebaut wurde. R.Weiss schreibt: ”Doch war es damals einfach noch nicht möglich, ein mechanisches Getriebe zu bauen, bei dem 25 Zahnräder ineinandergreifen können, ohne sich zu verklemmen” (Weiss, 1983,9). Aber C. Babbage suchte nicht gute Mechaniker, sondern vor allem Geldgeber. Er beschwerte sich ausführlich darüber, dass eine Nation, die die grösste militärische und kommerzielle Marine in der Welt besitzt, seine Maschine nicht ”benützen” wollte" (Todesco: Technische Intelligenz: 231).


 


In 1991, on the occasion of the 200th anniversary of the birth of Charles Babbage, the Science Museum in Kensington, England, constructed a complete Difference Engine from the drawings left behind by Babbage. They found only two major errors in the drawings; they were easy to remedy. Doron Swade, Curator at the Science Museum with the Difference Engine.

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