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Als Semantik bezeichne ich ein Teilgebiet der Semiotik.

Semantik heisst ein Regelwerk (Maschine), mit welchem die durch Produktionsregeln produzierte Syntax eingeschränkt wird, in dem das Vorhandensein von semantischen Merkmalen geprüft wird.

Die Produktionsregel wird so erweitert, dass bereits vorhandene Ausdrücke die folgenden Ausdrücke über semantische Bedingungen mitbestimmen. Nach einem "Der'' darf in einem deutschen Satz nur ein Substantiv eingesetzt werden, das im semantische Lexikon den Index hat.

Semantik ist innersprachlich. Die Semantik legt fest, welche Ausdrücke in welchem Kontext durch welche Umschreibungen ersetzt werden können.

Hinweise:
- operationale Semantik
- Semantik wird sehr oft aussersprachlich interpretiert und dann synonym mit Pragmatik verwendet.


 

Formale Semantik
Die formale Semantik untersucht den Wahrheitsgehalt des Aussagesatzes / der Proposition formal logisch. WITTGENSTEIN: "Einen Satz verstehen, heißt wissen, was der Fall ist, wenn er wahr ist." Der Satz teilt die Menge der möglichen Welten auf in jene, in denen er wahr ist, und jene, in denen er falsch ist. Semantische Relationen werden als Funktionen (FREGE) mengentheoretisch dargestellt. - Beispiel:
[[ _x(R(x) ^ B(x)) ]]W={F}.
Es gibt in Welt W keine blauen Rosen.
Wörtlich: Die Aussage Es gibt ein x, dessen Eigenschaften Rose und Blau sind, in der Welt W ist falsch.


 

Literatur:

E.Leisi, der in seinem Buch Semantik auf die Unterscheidung zwischen Pragmatik und Semantik verzichtet, schreibt, wenn Bedeutung in den Gegenständen wäre, wäre die Semantik, die die Bedeutung beschreibt, ”kein Teil der Sprachwissenschaft, sondern einfach eine Lehre der Welt” (Leisi,1973,34) in: Todesco, Inteligenz: FN 191


 
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