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Als Hypothesen bezeichne ich "empirisch gehaltvolle" Aussagen, die sich falsifizieren lassen.

Beispiel:
Die sogenannten Naturgesetze sind Hypothesen.

Anmerkung:
- Der Ausdruck "empirisch gehaltvoll" ist schwer interpretierbar.
 
- Im Alltag werden Hypothesen(bündel) oft auch als "Theorie" bezeichnet, insbesondere, wenn die Falsifizierbarkeit nicht geklärt ist. Das führt zum Konzept der abschäzig gemeinten Theorie: "Das ist doch nur Theorie!"

Anmerkung:
Hypotese war im Mittelalter ein Synonym zu System

Anmerkungen:
Newton sagte: "Hypotheses non fingo"
Bateson sagte: "Jede Aussage, die zwei deskriptive Aussagen miteinander verknüpft, ist eine Hypothese" ( beides: von Foerster: Wissen und Gewissen:135).


 

Konventionen:

Duden-Lexikon:
eine widerspruchsfreie Aussage, deren Geltung nur vermutet ist und die in den Wissenschaften als Annahme eingeführt wird, um mit ihrer Hilfe schon bekannte wahre Sachverhalte zu erklären.
Kommentar zu Duden: Was Duden hier zu Hypothese sagt, sage ich zu "Prämisse" in Pseudo-Deduktionen. Als Hypothesen bezeichne ich dagegen Aussagen, die in der Wissenschaft "getestet" werden. Wahre Sachverhalte gibt es in diesem Sinne in der Wissenschaft gerade NICHT, eben weil sie hypothetisch ist.

Duden-Fremdwörter:
Hy|po|the|se die; -, -n : 1. a) zunächst unbewiesene Annahme von Gesetzlichkeiten od. Tatsachen mit dem Ziel, sie durch Beweise zu verifizieren (1) od. zu falsifizieren (1) (als Hilfsmittel für wissenschaftliche Erkenntnisse); Vorentwurf für eine Theorie; b) Unterstellung, unbewiesene Voraussetzung. 2. Vordersatz eines hypothetischen Urteils (wenn A gilt, gilt auch B) (© Duden 5, Das Fremdwörterbuch. 7. Aufl. Mannheim 2001. [CD-ROM]. )
Kommentar zu Duden: Was Duden hier zu Hypothese sagt, ist wesentlich komplexer, aber nicht leicht unter einen Hut zu bringen.


 
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