Falsifikations-Prinzip        zurück ]      [ Stichworte ]      [ Literatur ]      [ Die Hyper-Bibliothek ]      [ Systemtheorie ]     

Das Falsifikations-Prinzip von K. Popper besagt, dass empirische Wissenschaften ausschliesslich Hypothesen daraufhin untersuchen (können), ob sie falsch sind.

K. Popper vertritt in seiner als kritischer Rationalismus bezeichneten Lehre die Meinung, dass die Wahl der Hypothesen beliebig sei, sie müssen nur verwerfbar sein. K. Holzkamp kritisiert diesen Punkt. H. Maturana geht noch weiter und sagt, dass Wissenschafter Hypothesen verifizieren (zb in Explanations and Reality), was nach K. Popper unmöglich ist.

Die Systemtheorie bringt etwas Ordnung in diesen Diskurs: Ich konstruiere beim Erklären Mechanismen und vergleiche die Phänomene, die ich mit dem Mechanismus erzeugen kann, mit jenen, die ich erklären will. Die "Verifikation" ist als die Konstruktion, die "Falsifikation" ist die Ueberprüfung der Konstruktion. Natürlich verwerfe ich ein Konstruktion nicht, wenn sie nicht richtig funktioniert, ich verbessere sie. Der Ansatz von K. Popper ist primitiv, weil er sich mit elementaren Sätzen befasst, die an nicht verbessern, sondern nur ersetzen kann. as Postulat ist kein Beitrag zur Philosophie (Theorie) der Wissenschaft, sondern ein politisch motivierter Pseudo-Skeptizismus. (PS. E. von Glasersfeld zählt K. Popper zu den nicht radikalen Skeptikern).


 
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