Signal        zurück ]      [ Stichworte ]      [ Die Hyper-Bibliothek ]      [ Systemtheorie ]         [ Meine Bücher ]
Homonyme: Verkehrsampel, Eisenbahnsignal

 

Als Signal bezeichne ich eine Entität aus strukturierter sekundärer Energie. Das Signal fliesst aus einer Quelle in eine Senke und wird interpretiert. Das Signal wird durch den Interpreter zum Signal, weil es dort seinen Sinn erfüllt, der vom Sender antizipiert wird (doppelte Kontingenz: Der Sender kann falsch antizipieren und der Empfänger kann falsch interpretieren).

Energie wird strukturiert, indem Materie strukturiert wird. Signale strukturiere ich unter anderem durch Zeichenkörper.

Das Signal und der die Energie strukturierende Gegenstand stehen dadurch in einer eindeutigen Beziehung, dass das Signal mithilfe des Gegenstandes produziert werden kann. Ein analoger Unterschied besteht zwischen Schrift und Rede.

Da wir als deutende Beobachter den signalstrukturierenden Gegenstand und nicht die Lichtwellen wahrnehmen, bezeichnen wir im Alltag auch die Gegenstände, etwa "Bahnsignale", die Zeichen sind, als Signale.
Form ist sinnlich, Struktur ist abstrakt, beim Zeichenkörper fallen die beiden zusammen, ein Signal hat kein Form, sondern nur Struktur, die sich etwa mit einem Oszilographen einer Form zuordnen lässt.
Wenn ein Signal für uns auf etwas verweist, ist es ein Symbol.

siehe auch implizites Signal.

bild bild

Anmerkung:
E. von Glasersfeld schreibt "Signale sind Impulse, die zu einem Code gehören". Das ist extrem allgemein formuliert


 

Das Geheimnisvolle der Warenform besteht also einfach darin, daß sie den Menschen die gesellschaftlichen Charaktere ihrer eignen Arbeit als gegenständliche Charaktere der Arbeitsprodukte selbst, als gesellschaftliche Natureigenschaften dieser Dinge zurückspiegelt, daher auch das gesellschaftliche Verhältnis der Produzenten zur Gesamtarbeit als ein außer ihnen existierendes gesellschaftliches Verhältnis von Gegenständen. Durch dies Quidproquo werden die Arbeitsprodukte Waren, sinnlich übersinnliche oder gesellschaftliche Dinge. So stellt sich der Lichteindruck eines Dings auf den Sehnerv nicht als subjektiver Reiz des Sehnervs selbst, sondern als gegenständliche Form eines Dings außerhalb des Auges dar. Aber beim Sehen wird wirklich Licht von einem Ding, dem äußeren Gegenstand, auf ein andres Ding, das Auge, geworfen. Es ist ein physisches Verhältnis zwischen physischen Dingen. Dagegen hat die Warenform und das Wertverhältnis der Arbeitsprodukte, worin sie sich darstellt, mit ihrer physischen Natur und den daraus entspringenden dinglichen Beziehungen absolut nichts zu schaffen. Es ist nur das bestimmte gesellschaftliche Verhältnis der Menschen selbst, welches hier für sie die phantasmagorische Form eines Verhältnisses von Dingen annimmt. Um daher eine Analogie zu finden, müssen wir in die Nebelregion der religiösen Welt flüchten. (Marx, Kapital, Kapite 4)


 
[wp]