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Schach
Schachproblem
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| https://www.dwds.de/wb/Schachproblem Schachproblem, das GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Schachproblems · Nominativ Plural: Schachprobleme Aussprache [ˈʃaχpʀoˌbleːm] Worttrennung Schach | pro | blem WortzerlegungSchach Problem Bedeutung eWDG 1974, DWDS 2022 Aufgabe im Schach zum Alleinspielen, die das Herbeiführen des Matts in einer vorgeschriebenen Zahl von Zügen fordert Kollokationen: als Akkusativobjekt: ein Schachproblem lösen Beispiele: Stellung Weiß K (= König) [auf Feld] g8 T (= Turm) b2 T h3 B (= Bauer) c2; Schwarz K a6 B d3 f3 und h2. Ein uraltes Schachproblem aus dem Jahre 1922. Weiß zieht, setzt in drei Zügen matt. Geübte Löser werden mit diesem alten Hut nicht viel Umstände machen. Der für Weiß gangbare Weg ist durch die Stellung der drei schwarzen Bauern mehr oder weniger deutlich markiert. [Landshuter Zeitung, 09.05.2020] Ich schaue mir fast jede Woche das Schachproblem auf dieser Seite [der Zeitung] an – und scheitere meistens. [Fränkischer Tag, 11.06.2022] Der gleiche Mann, der Schülern am Ratsgymnasium oder am Bramscher Greselius‑Gymnasium erklärte, was man unter Bauernopfer oder Rochade zu verstehen hat, war als Sekundant bei großen Turnieren gefragt oder als Ratgeber, wenn es um verzwickte Schachprobleme ging. [Neue Osnabrücker Zeitung, 23.06.2021] ------------ Problem, das GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Problems · Nominativ Plural: Probleme Aussprache [pʀoˈbleːm] Worttrennung Pro | b | lem formal verwandt mitProblematik Wortbildung mit ›Problem‹ als Erstglied: Problemabfall · mit ›Problem‹ als Letztglied: Abgrenzungsproblem Herkunft zu próblēmagriech (πρόβλημα) ‘Hindernis, Schwierigkeit, gestellte (wissenschaftliche) Aufgabe, vorgelegte Streitfrage’, eigentlich ‘das Vorgelegte’ < probálleingriech (προβάλλειν) ‘vor-, hinwerfen, (eine Aufgabe) vorlegen, zur Besprechung vortragen’ Bedeutungsübersicht 1. komplizierte Fragestellung, anspruchsvolle, noch ungelöste Aufgabe 2. Komplikation, (sich in Misserfolgen, Rückschlägen usw. äußernde) Schwierigkeit Bedeutungen eWDG 1974, DWDS 2022 1. komplizierte Fragestellung, anspruchsvolle, noch ungelöste Aufgabe siehe auch harte Nuss (a) Kollokationen: mit Adjektivattribut: ein medizinisches, ökonomisches, ökologisches, moralisches, philosophisches Problem als Akkusativobjekt: ein Problem ansprechen, benennen, angehen, diskutieren, behandeln, besprechen, erörtern in Präpositionalgruppe/-objekt: sich mit einem Problem befassen, auseinandersetzen mit Genitivattribut: die Probleme der Globalisierung, der Migration, der Weltpolitik, des Arbeitsmarktes; das Problem der Abrüstung, der Sicherheit, des Terrorismus, der Armut, der Massenarbeitslosigkeit, des Klimawandels in Koordination: Problem und Lösung Beispiele: ein theoretisches, praktisches, philosophisches, politisches, soziales, ökonomisches, technisches Problem ein erzieherisches, künstlerisches, modernes, aktuelles, zeitnahes Problem dies ist ein echtes, zentrales, brennendes, großes Problem, ein Problem unserer Zeit Es ist gut und richtig, ein Problem umfassend zu beleuchten und auf der Basis der dadurch gewonnenen Erkenntnisse zur besten Lösung zu kommen. [Neue Westfälische, 18.06.2022] Die zweite Operation widmete sich dem Problem des […] Ersatzes kleinerer Knorpelknochendefekte in Gelenken bei Menschen mittleren Alters. [Thüringer Allgemeine, 24.10.2019] Die Probleme des Arbeitsmarktes müssten [aus Sicht der Mittelstandsvereinigung der CDU in Nordthüringen] erörtert und der Mittelstand wieder zum Hauptarbeitgeber der Industriestandorte werden. Arbeitsplätze müssen geschaffen werden, indem die Neuansiedlung bedeutender Firmen in unserer Region durch Marketing‑Strategien und Netzwerkinformationen gefördert wird. [Thüringer Allgemeine, 08.04.2017] 2. Komplikation, (sich in Misserfolgen, Rückschlägen usw. äußernde) Schwierigkeit Kollokationen: mit Adjektivattribut: alltägliche, familiäre, persönliche, private, gesundheitliche, medizinische, psychische, seelische, finanzielle, wirtschaftliche, ökologische, moralische Probleme; aktuelle, zentrale, akute, drängende, wachsende, echte, gewaltige, gravierende, massive, schwerwiegende, unlösbare Probleme in Präpositionalgruppe/-objekt: mit Problemen kämpfen; unter Problemen leiden; in Koordination: Probleme und Konflikte, Gefahren, Risiken, Perspektiven als Genitivattribut: die Ursache, der Kern, die Wurzeln des Problems; die Regelung, die Bewältigung des Problems Beispiele: ein Problem ist aufgetaucht In Einzelgesprächen mit den jungen Menschen werden [bei der schulischen Jugendsozialarbeit] deren Probleme im Alltag, in der Familie, in der Schule oder auch im Übergang in die Ausbildung und in den Beruf besprochen und gemeinsam Lösungswege entwickelt. [Fränkischer Tag, 28.04.2022] Vor Gericht räumte der Mann ein, dass er in der Vergangenheit Probleme mit Drogen gehabt habe, dies aber nun vorbei sei. [Münchner Merkur, 02.03.2022] Bislang fehle es nach Gewerkschafts‑Einschätzung allen Parteien im Land an Ideen und Konzepten, wie […] die Probleme im Schulwesen in den Griff gebracht werden sollten und vor allem der Lehrerbedarf in den nächsten zehn Jahren gesichert werden könne. [Südkurier, 15.09.2020] Die Corona‑Pandemie legt die Probleme im Gesundheitswesen schonungslos offen. [Saarbrücker Zeitung, 03.02.2021] Fehlende Kenntnisse der deutschen Sprache bleiben ein großes Problem bei der Integration von Flüchtlingen in der Berufsschule. [Münchner Merkur, 21.07.2017] Zum Originalartikel des eWDG gelangen Sie hier. Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat A1. Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer) Etymologie Problem · Problematik · problematisch Problem n. ‘schwer zu beantwortende Frage, schwierige, noch ungelöste Aufgabe, Fragestellung, Schwierigkeit’. (16. Jh.) ist (nach vereinzelt entlehntem mhd. problēm) Übernahme von lat. problēma, griech. próblēma (πρόβλημα) ‘Hindernis, Schwierigkeit, gestellte (wissenschaftliche) Aufgabe, vorgelegte Streitfrage’, eigentlich ‘das Vorgelegte’, zu griech. probállein (προβάλλειν) ‘vor-, hinwerfen, ... Mehr zum Abkürzungsverzeichnis … www.openthesaurus.de (11/2025) Bedeutungsverwandte Ausdrücke Problem · Problematik · Schwierigkeit · schwierige Frage (sich) unangepasst verhalten · (sich) unerwünscht verhalten ● (ein) Problem darstellen distanzsprachlich · Problem... verhüllend · (viel) Ärger haben (mit) ugs. · für Ärger sorgen ugs. · Ärger machen ugs. |
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Die Sache ist etwas kompliziert:
https://de.wikipedia.org/wiki/AlphaGo
Google DeepMind (früher DeepMind Technologies) ist ein britisches Unternehmen, das sich auf die Programmierung einer künstlichen Intelligenz (KI) spezialisiert hat. DeepMind wurde im September 2010 gegründet und 2014 von Google LLC übernommen. Im April 2023 wurde DeepMind mit der Google-KI-Forschungsabteilung Google Brain zu Google DeepMind zusammengeführt.[3]
[ utube: Veränderung des Schachs durch Technik: Vincent Keymer, Schach-Großmeister ]
Zur Geschichte:
Erster Versuch: Zuse habe zeigen wollen, dass seine Z3 nicht nur Numerik kann, er habe ein Schachprogramm in der Kalkülsprache geschrieben.
Turing hat (mit D. Chamernowne) das erste Programm geschrieben, das Züge (zwar nur 2) vorausberechnete und eine Situationsbewertung (Königssicherheit, ..) verwendet. Er hatte aber keien Rechner, er musste ihn von Hand simulieren.
1966 LosAlamos: 6x6 Felder
Wetkämpfe: 1989 Kasparow gegen Deep Thought 2:0, 1996 Kasparow gegen Deep Blue 4:2, 1997 Kasparow verliert gegen Deep Blue 2,5:3,5
2002 Kranik (Nachfolger von Kasp) gegen DeepFritz 4:4, 2006 Niederlage gegen DeepFritz
Zur Sache:
Wichtig ist die Situationsbewertung (die schon Turing eingeführt hat, jetzt aber auch komplexer ist)
2 Wege: Stockfish un Lc0
Stockfish ist klassisch brutale Maschine: Varianten rechen
Lc0 modern 5 Jahre alt - NN
anfänglich macht das System das langfristig besser war kurzfristig grobe Fehler
LcO arbeitet mit der Graphikkarte (nicht mit dem Prozessor [??]
Weil Schachspieler beide zusammen nutzen, habe sich auch die Programmierer für Hybride entschieden
Entwicklung der Engine
2013 war das Eingreifen von Menschen noch ein Vorteil
Strategie: Der Spieler hat eine Idee, die er von der Maschine prüfen lässt.
2004 Weltmeisterschaft zwischen Kranik und Leko: eine typische Partie, die mit Computern vorbereitet wurde, wobei der Computer von Kranik einen Fehler machte, den Leko in der Partie gesehen hat
die Differenz:
Menschen brauchen Heuristik (Kandidatenzüge, die man überhaupt in Betracht ziehen will) - was Minsky schon thematisiert hatte
Was bedeutet das für Spieler [ was mich nicht sehr interessiert ]
[ Text zum Beitrag ]
[ Transkript zum Beitrag ]
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Zu schach gibt es auch beliebig viele beliebige Vorstellungen: "Meister im Schachspiel erkennt man nicht daran, dass sie möglichst viele Züge des Gegners im Vorraus zu berechnen versuchen, sondern ganz im Gegenteil daran, dass sie versuchen, möglichst lange eine gleichgewichtige und daher in ihrer Entwicklung ungewisse Situation aufrechtzuerhalten, damit eine Chance besteht, Anfangsfehler zu erkennen und zu korrigeren (zit. E. Leifer). Es kommt daher auf Züge beziehungsweise auf Handlungen an, die ihr Potential der Festlegung auf eine Interpreation der Situation und ihrer Entwicklung dazu nutzen, um Ungewissheit nicht etwas zu reduzieren, sondern zu pflegen, wenn nicht sogar, bei Bedarf, zu steigern. (40)" (in: D. Baecker: Form (40) Handelt es sich um einen Spielraum mit einer finiten Anzahl von Elementen und klaren Regeln, kann KI dem Menschen aber heute schon durchaus überlegen sein: Bei den Brettspielen Dame und Schach etwa hat der Mensch inzwischen keine Chance mehr gegen einen Computer. Anders sieht es allerdings beim asiatischen Brettspiel Go aus, für das noch kein Programm entwickelt wurde, das einem fortgeschrittenen Spieler die Stirn bieten könnte. Was vor allem daran liegt, dass beim Go intelligente Strategien angewendet werden müssen, um nach der Analyse einzelner Teilprobleme die Ergebnisse zu einer "Gesamtsicht" zu verknüpfen. Während es beim Schach um das Schlagen von Figuren geht und sich Handlungen direkt in Punktwerten ausdrücken lassen, geht es beim Go darum, Gebiete auf dem Brett zu beherrschen und dem Gegner Freiheiten bei der Spielentwicklung zu nehmen. (das ist eine noch nicht alte, aber sehr veraltete Vorstellung über Computer und Go) |
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