Jacques Derrida        zurück ]      [ Stichworte ]      [ Die Hyper-Bibliothek ]      [ Systemtheorie ]         [ Meine Bücher ]

Literatur

Ein Portrait mit Geoffrey Bennington
Adieu
Apokalypse
Das andere Kap. Die aufgeschobene Demokratie
Dem Archiv verschrieben
Die Stimme und das Phänomen
Die Wahrheit in der Malerei
Grammatologie

Die Schrift und die Differenz
Seelenstände der Psychoanalyse
Vergessen wir nicht - die Psychoanalyse!
Vom Geist. Heidegger und die Frage.
Mouffe (Hg): Dekonstruktion und Pragmatismus. Demokratie, Wahrheit und Vernunft
Maschinen-Papier
Falschgeld
Der absolute Ankömmling
Der ununterbrochene Dialog
[ ]

Konzepte:
Différance
Derrida, Jacques: Die différance, in: Randgänge der Philosophie. Wien: Passagen, 29-52 (frz. "La différance", in: Marges de la philosophie. Paris: Minuit 1972) - Erste Verwendung des Begriffs
Derrida, Jacques: Die différance. Ausgewählte Texte. (Hrsg. P. Engelmann) Reclam 2004.

Grammatologie

Zur Person

bild
Bildquelle: Wikipedia
bild

Jacques Derrida (1930-2004) war Professor für Philosophiegeschichte an der Ecole NormaleSupérieure in Paris und vor allem Erfinder der Dekonstruktion, zu welcher er selbst sehr viel völlig Begriffloses geschrieben hat, weil er sie jedem Methodendenken entziehen wollte (siehe unten). Ich verwende seinen Ausdruck Dekonstruktion eingeschränkt auf Text, also nicht auf alles und jedes, was in blödsinnigen Metaphern auch Text genannt wird.

»Für mich ist unter allen philosophischen Tugenden Jacques Derridas die wertvollste seine Fähigkeit, einen kritischen Blick auf die Philosophie zu werfen.«
Pierre Bourdieu>

[Biographische Daten]

Anmerkungen

J. Derrida paradoxiert Geschenk (Gabe)

J. Derrida streitet mit H. Gadamer über den inneren Dialog[derrida_gadamer.htm]

Zitate

"Wenn wir als Hypothese den Gegensatz zwischen Sprechen und Sprache für SO ABSOLUT STRENG halten, ist die différance nicht nur das Spiel von Verschiedenheiten in der Sprache, sondern die Beziehung des Sprechens zur Sprache, der Umweg, den ich gehen muß, um zu sprechen, das schweigende Unterpfand, das ich geben muß und das auch für die allgemeine Semiologie gilt, indem es alle Beziehungen des Gebrauchs zum Schema der Botschaft, zum Code regelt." (Aus: Derrida, Die différance)

Was ich Dekonstruktion nenne, kann natürlich Regeln, Verfahren oder Techniken eröffnen, aber im Grunde genommen ist sie keine Methode und auch keine wissenschaftliche Kritik, weil eine Methode eine Technik des Befragens oder der Lektüre ist, die ohne Rücksicht auf die idiomatischen Züge des Gegenstandes in anderen Zusammenhängen wiederholbar sein soll.
Die Dekonstruktion hingegen befaßt sich mit Texten, mit besonderen Situationen, mit der Gesamtheit der Philosophiegeschichte, innerhalb derer sich der Begriff der Methode konstituiert hat.
Wenn die Dekonstruktion also die Geschichte der Metaphysik oder die des Methodenbegriffs befragt, dann kann sie nicht einfach selbst eine Methode darstellen.
Die Dekonstruktion setzt die Umwandlung selbst des Begriffes des Textes und der Schrift voraus. ... Ich nenne eine Institution ebenso wie eine politische Situation, einen Körper oder einen Tanz >Text<, was offenbar zu vielen Mißverständnissen geführt hat, weil man mich beschuldigte, die ganze Welt in ein Buch zu stecken. Das ist offensichtlich absurd."
Derrida in einem "Falter"-Interview 1987 u.a. zu Dekonstruktion: (in: Falter, Wiener Stadtzeitung, Beilage zum "Falter" Nr. 22a/87, laufende Nummer 302, S. 11 u. 12, Florian Roetzer "Gespräch mit Jacques Derrida")


 
[wp]