Hans-Georg Gadamer        zurück ]      [ Index ]      [ Literatur-Index ]      [ Die Hyper-Bibliothek ]     

Literatur

Das Problem des historischen Bewußtseins
Der Anfang des Wissens
Der Anfang der Philosophie
Die Idee des Guten zwischen Plato und Aristoteles
Hermeneutik I. Wahrheit und Methode
Platos dialektische Ethik

      

Texte
Gadamer und Derrida
Jacques Derrida: Der unterbrochene, aber ununterbrochene Dialog
 
Ueber H. Gadamer
Grondin, Jean: Von Heidegger zu Gadamer

Derridas kritische Frage:
Verbirgt sich im guten, im hermeneutischen Willen zur Verständigung nicht doch ein Wille zur Macht - so etwas wie die Regung zur verständnisvollen Bevormundung der Unverständigen und Verständnislosen, zum Überspielen von Differenz und Dissens?

Zwei Anmerkungen zu Derridas Frage:
1. Mit dieser Frage schafft Derrida den Anschluss an den Radikalen Konstruktivismus, seine sogenannte De-Konstruktion. Dekonstruiert wird nämlich die Grundlage der Hermeneutik.
2. Gadamer versteht seine Hermeneutik als Grundlage des Dialoges.

Zur Person

      

Hans-Georg Gadamer (1900-2002 )

1900
: Geburt am 11. Februar in Marburg. Sein Vater Johannes war pharmazeutischer Chemiker. Gadamers Vater wurde als Ordinarius und Direktor des Pharmazeutischen Institutes nach Breslau (jetzt in Polen) berufen.
1919
: Studienplatztausch nach Marburg. Sein Vater wird nach Marburg als Nachfolger seines Doktorvaters E. Schmidt berufen
1921
: SS, Besuch des Seminars von M. Geiger in München. Damals war der Einfluß N. Hartmanns groß.
1922
: Promotion bei Natorp und N. Hartmann mit einer Abhandlung zu Plato
1923
: SS, Besuch der Vorlesungen von Husserl und Heidegger in Freiburg, im Sommer bei Heidegger in dessen Hütte. Heideggers Versetzung nach Marburg.
1924
: Beginn des Studiums der klassischen Philologie bei Paul Friedländer
1929
: Habilitation bei Heidegger und Friedlälander und Privatdozent in Marburg
1931
: Veröffentlichung der Habilitationsschrift: Platos dialektische Ethik
1937
: a. o. Professor in Marburg
1939
: Berufung nach Leibzig und o. Professor und Direktor des Philosophischen Instituts der Universität Leipzig. W. Schulz und Karl-Heinz Volkmann-Schluck folgen Gadamer nach Leipzig
1941
: Vortragsreise nach Paris
1945
: Dekan der Philosophischen Fakultät
1946
: bis 1947, Rektor der Universität Leipzig
1947
: Berufung nach Frankfurt am Main
1949
: Reise nach Argentinien und danach Berufung nach Heidelberg als Jaspers' Nachfolger. Gadamer trat wieder unter den großen Einfluss von Heidegger.
1950
: Herausgeber der Festschrift für Heidegger. Damals Entschluß, eine hermeneutische Theorie herauszuarbeiten, und zweite Eheschliessung
1960
: Veröffentlichung von "Wahrheit und Methode"
1962
: Präsident der Allgemeinen Gesellschaft für Philosophie in Deutschland, (oder 1964) Begründung der Internationalen Vereinigung zur Förderung der Hegel-Studien und deren Präsident (bis 1970)
1966
: Organisierung eines Kongresses über Sprache in Heidelberg als Präsident der Allgemeinen Gesellschaft für Philosophie
1967
: bis 1971, Debatte mit Jürgen Habermas; bis 1977, Kleine Schriften, 4 Bde
1968
: Emeritierung. Gadamer lehrt in Heidelberg freiwillig weiter; März, Reise in die USA
1969
: bis 1972, Präsident der Heidelberger Akademie der Wissenschaften; April, Reise nach den USA
1971
: Orden Pour le mérite und Reuchlin-Preis
1977
: November, Reise in die USA
1979
: Freud-Preis und Hegel-Preis
1981
: Debatte mit Jacques Derrida
1985
: bis 1995, Gesammelte Werke bei Mohr
1986
: Jaspers-Preis
1993
: das Großkreuz des Bundesverdienstordens
1995
: die große Geburtstagsfeier
1996
: Ehrendoktor der Universität Leipzig
2000
: die große Geburtstagsfeier
2001
: Gadamer-Professur (Heidelberg) beginnt.
2002
: am 13. März, in Heidelberg gestorben

Gadamer im Netz

Zitate

Gesammelte Werke I, S. 112: "Alles Spielen ist ein Gespielt-werden. Der Reiz des Spiels, die Faszination, die es ausübt, besteht eben darin, daß das Spiel über den Spielenden Herr wird.... Wer so versucht ist in Wahrheit der Versuchte. Das eigentliche Subjekt des Spieles ... ist nicht der Spieler, sondern das Spiel selbst."

Anmerkungen rt