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bild =========== sich fortpflanzende auf und ab gehende Bewegung der Wasseroberfläche, besonders des Meeres Etymologie Welle · wellen · Wellblech · Wellpappe Welle f. ‘Wasserwoge, zylindrischer Körper, Locke, (Reisig)bündel’, ahd. wella ‘hochgehende Meereswoge, stürmische Welle’ (um 1000), mhd. mnd. welle ‘Woge, Walze, Stroh-, Reisigbündel, Tuch-, Leinwandballen’ und wohl anord. vella ‘das Sieden, brodelnde Masse’ gehören wie das unter wallen1 (s. d.) angegebene starke Verb ahd. wellan ‘wälzen, rollen, drehen’ zu der dort genannten Wurzel ie. *u̯el(ə)-, *u̯lē- ‘drehen, winden, wälzen’. Zunächst (ahd.) bezeichnet Welle die ‘Wasserwoge’, anfangs nur obd., im 15. Jh. nach Norden vordringend; danach (mhd.) ‘Walze, (sich drehender) zylindrischer Körper’ und ‘Bündel’ (Holz, Reisig, Stroh, Tuch), besonders westobd., schließlich (im Vergleich mit der ringförmig sich ausbreitenden Bewegung des Wassers) ‘Locke’ (17. Jh.) und in der Physik die sich fortpflanzenden Schwingungen von Schall, Licht, Elektrizität u. dgl. (18. Jh.). – wellen Vb. ‘Wellen machen, Wellen werfen, sich in Wellen bewegen’, ahd. wellōn (um 1000), mhd. wellen, abgeleitet vom Substantiv. Seit dem 18. Jh. auch bildlich für wellenartige Bewegung und Formung (z. B. von der Landschaft, vom Haar). Wellblech n. ‘wellenförmig gebogenes Blech’ (19. Jh.). Wellpappe f. ‘wellig geformte Pappe’ (Ende 19. Jh.). ==============

Welle ist ein verzwicktes Wort, weil die Physiker, wenn sie sich nicht mit Wasserwellen befassen, es ganz anders benutzen, als jemand, der Wellenreiter oder ein Schiff in Gefahr sieht. Die Physiker brauchen halt auch Worte, und oft zeigen sie bei der Wahl der Worte nicht den geringsten Verstand (siehe dazu auch Arbeit), sonst würden sie für neue Erfindungen neue Worte erfinden, statt mit Philosofen durch Absurdistan zu wandern. Umgekehrt helfen mir aber Metaphern, egal wie unsinnig sie zunächst erscheinen, auch oft, die Sache abstrakt nochmals neu zu sehen - was ja der Sinn der Metapher ist.

Den Ausdruck Welle verwende ich homonym für ganz verschiedene Sachen. Zum einen für ein Phänomen auf der Oberfläche von Flüssigkeiten und zum andern für elektromagnetischen Wellen, die keine materiellen Träger haben. Ich unterscheide also unmittelbar wahrnehmbare Wellen, die sich in stofflich-materiellen Medien ausbreiten und Wellen, die ich nur vermittelt wahrnehmen kann, weil sie kein materielles Ausbreitungsmedium haben, sondern auf das Verhalten eines Empfängers wie eine Welle wirken. Die letzteren oft elektromagnetische Wellen, weil sie sich in einem Feld bewegen, die ersteren werden oft "mechanische" Wellen genannt, weil die Medien der newtonschen Mechanik unterliegen. Mit Wellen wird Energie, aber keine Materie übertragen.

Als Welle bezeichne ich eine Abbildung und dann sekundär, was so abgebildet werden kann

Als Welle bezeichne ich auch ein Muster, das ich als Wellenlinie darstellen kann. Eine typische Wellenlinie ist etwa die Sinuskurve. [ ]

Als Welle bezeichne ich ein dynamisches Muster, das ich durch statische oder dynamische Wellenlinien darstellen kann. Eine typische Wellenlinie ist die Sinuskurve auf dem Bildschirm eines Oszillographen, wo die Welle stehend (statisch) oder fliessend (dynamisch) dargestellt werden kann.


Die Schallwellen der Physiker kann ich nicht sehen, sondern - wenn man so will - hören. Die elektromagnetischen Wellen sind gar keine Wellen, wenn man Wellen in einem materiellen Medium festmacht. Sie haben als Licht eine "quasisichtbare" Wirkung auf meine Empfindung, die aber jenseits von Wellen ist.

========== Wellen sind AUCH ein dynamisches Phänomen - das ich mit Bewegung in Verbindung bringen muss. Ich weiss naoch nicht wie. Teilchen-Wellen Zeugs kommt noch hinzu !! ============
 

Welle verwende ich homonym:

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