Teleologie (griechisch: télos – Ziel, Sinn) heisst eine Lehre über die ziel- und zweckbestimmte Ordnung von Gegenständen und Ereignissen. Das Grundprinzip der Teleologie ist die Berufung auf das Ziel der Handlung. Naturphänomenen wird in der Teleologie eine innere Zweckgerichtetheit unterstellt. Dabei wird nach Aristoteles zwischen der causa materialis und der causa finalis unterschieden. Damit wird eine Begründung dafür hergeleitet, Prozesse innerhalb der Natur nicht über Wirkursachen, sondern über Zielzustände zu erklären. Auch eine Kombination von Wirkursachen und einer Finalursache entspricht dem teleologischen Verständnis.
Die aufgeklärte Wissenschaft (etwa die Evolutionstheorie) argumentiert ohne Teleologie. Die Kybernetik spricht von Eigenwerten, die als kybernetisches Ziel erscheinen.
Literatur:
N. Wiener: Behaviour, Purpose and Teleology
H. Heine: Zur Teleologie
Kommt noch:
Es gibt auch eine Rechtsauffassung, die Teleologie genannt wird, nach welcher das Handlungsziel der Handelnde als Handlungsfolge zusammen mit den anderen Folgen zu verantworten hat. Es wird daraufhin geprüft, ob diese praktischen Folgen (etwa Annehmlichkeit, Nützlichkeit) zur Realisierung eines moralischen Werts beitragen. Das Begründungsverfahren lässt auch Zwischenstufen zwischen gut und schlecht zu.