Technokrat(ie)        zurück ]      [ Stichworte ]      [ Literatur ]      [ Die Hyper-Bibliothek ]      [ Systemtheorie ]     

Technokratie heisst ein Konzept, das der amerikanische Soziologe T. Veblen in Anlehnung an J. Maxwell's Governator vorgeschlagen hat. T. Veblen argumentierte, dass Ingenieure am besten mit komplizierten Systemen umgehen knnen und deshalb auch die politische Fhrung des Staates bernehmen sollten. Sie sollten den Staat optimal "regeln". Die Steuermann's-Logik (Governator, Kybernetes) hat J. Maxwell via J. Watt von Plato bernommen.

Als Technokratie bezeichnet T. Veblen eine Staatsform, in der die rationale, effektive Planung und Durchfhrung aller gesellschaftlichen Ziele vorherrscht. Die Ausrichtung der gesellschaftlichen Entwicklung nach wissenschaftlich-technischen Kriterien verringert dabei die Bedeutung demokratischer Willensbildung und politischer Entscheidungsprozesse. Abgestimmt (oder entschieden) werden muss nur, was nicht rational oder logisch oder sachwissensbasiert entscheidbar ist. Schon Aristoteles bezeichnet die Demokratie als schlechte Regierungsform, in welcher zu Viele ohne Sachverstand mitreden.

Das Konzept der Technokratie unterstellt, dass die Regierung des Staates das Ziel des Staates kennt oder aber durch ihr regieren explizit macht, whrend die Ziele der Demokratie unbekannt oder wenigistens implizit bleiben.

In modernen Gesellschaften bezeichnet "Technokratie" nicht mehr die technische Regelung, sondern die juristische Auslegung der Regelungsanweisungen. Eine passendere Benennung wre Juristokratie.


 
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