Das Kapital ist ein Buch von K. Marx.
Als Kapitalismus bezeichne ich eine Gesellschaftform, in welcher Kapital für die Anhäufung von Reichtum eine dominante Funktion hat. Im Kapitalismus ist Lohnarbeit die dominante Form der Ware.
Max Weber schreibt, dass das blosse „Streben nach Geldgewinn kein hinreichendes Kriterium für den Kapitalismus sei. Im Kapitalismus entstehe (je)der Gewinn als Mehrwert (Religionssoziologie,1963, S. 4.) Die Webersche Definition korrespondiert mit der Marxschen Definition der kapitalistischen Produktionsweise, derzufolge Gewinne in der Produktion (Mehrwertproduktion) entstehen.
Die Wörter "Kapital" und "kapitalistisch" werden bereits im 18. und 19. Jahrhundert gebraucht, jedoch mit vagem und unspezifischem Sinn. Das Wort „capitaliste“ ist erstmals 1753 in Frankreich belegt und meint hier eine Person, die Güter besitzt. Julius von Soden verwendet in seiner "National-Oekonomie" (1805) „kapitalistisch“, um einen "Überschuss oder Vorrat an Genussstoff “ zu bezeichnen. Theodor Mommsen verwendet „Kapital“ in seiner Römischen Geschichte (1854–1856).
In einem begriflicheren Sinn (für Produktionsmittel) wird das Wort Kapital erstmals von Richard de Radonvilliers 1842 verwandt. Weitere Belege für sein Auftreten finden sich bei Pierre Leroux 1848 und im Englischen erstmals bei William Thackeray 1854. Im Englischen geht seine weitere Verwendung wesentlich von David Ricardo aus.
Zur Beschreibung einer Klassengesellschaft wird er vor Marx bereits 1840 in Louis Blancs Organisation du travail gebraucht; bereits dort ist er negativ wertend.[4] Karl Marx und Friedrich Engels sprechen zunächst von „kapitalistischer Produktionsweise“, später im ersten Bande von Das Kapital (1867) von „Kapitalist“. Das Wort „Kapitalismus“ wird dagegen nur einmal in dem 1885 von Friedrich Engels herausgegebenen zweiten Band von Das Kapital genannt.[6] Häufiger findet sich das Wort Kapitalismus in seiner Korrespondenz und in den späteren Schriften von Friedrich Engels.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts häuft sich seine Verwendung und erlangt Bekanntheit insbesondere durch Werner Sombarts Der moderne Kapitalismus (1902) sowie durch Max Webers Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus (1904).
Der Begriff bezeichnet zudem eine Epoche der Wirtschaftsgeschichte, die auf die Epochen des Feudalismus und des Merkantilismus folgte. In historischer Betrachtung wird auch die Epoche des Kapitalismus in unterschiedliche Phasen oder Entwicklungsformen eingeteilt, darunter vor allem Frühkapitalismus, Hoch- oder Industriekapitalismus und Spätkapitalismus. Nicht erst seit dem Ende des Kalten Kriegs richtet sich das wissenschaftliche Interesse zunehmend auf nationalstaatlich differierende Kapitalismusmodelle. Statt den Kapitalismus als Gesellschaftsordnung zu begreifen, heben jüngere kapitalismustheoretische Ansätze auf die Pluralität unterschiedlicher Kapitalismen (Varieties of Capitalism) ab. Sie bezeichnen damit die weltweit empirisch erkennbaren Unterschiede in der Entwicklung kapitalistischer Wirtschaftsordnungen. In diesem Kontext fand auch der Begriff des Rheinischen Kapitalismus im wissenschaftlichen Diskurs[4][5] und in der Öffentlichkeit[6] seine Verbreitung.