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"ich ist das, wozu andere du sagen" (Vilém Flusser)

<<„Ich“ ist das, wozu „du“ gesagt wird>> (Flusser: Die Stadt als Wellental in der Bilderflut. in: Flusser: Nachgeschichten, 176 f.) „Das Ich ist das, welches vom Du Du genannt wird, das Ich ist das Du des Du". Flusser, Vilém: „Die Informationsgesellschaft, Phantom oder Realität?", Vortrag auf der CulTec in Essen vom 23. 11. 1991, Suppose-Verlag, Köln 1999

Linguistisch bezeichne ich "Ich" als Personalpronomen, mit welchem ich auf mich oder auf meine Person verweise.

Diese Art des verweisen bezeichne ich als selbstreferentiell und als deiktisch.

Psychologistisch wird das "Ich" oft als ein Selbst interpertiert, das als Träger des Denkens und Handelns und des Selbstbewusstseins fungiert.

Der Ausdruck Ego wird oft synonym verwendet, ich verwende Ego aber zur Kennzeichnung der ich-Prespektive.

Wenn ich ich vermeiden will, sage ich man.


 

Anmerkung:

In der ich-Form zu sprechen wird gesellschaftlich tabuisiert - und die Verletzung des Tabus wird als Egoismus bewertet.


 
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