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Als Person bezeichne ich einen Rollen- oder Charaktermaskenträger.

siehe auch: persönlich, fiktive Person, Personal Computer
Maske als analoge Persona, Formular (ID) als digitale Persona

Persona bezeichnete ursprünglich eine im antiken griechischen Theater von den Schauspielern verwendete Maske, welche die Rolle des Schauspielers typisierte. Der Name wird quasietymologisch abgeleitet aus dem lateinischen personare (hindurchtönen). Hieraus wiederum abgeleitet ist der psychologische Begriff der Person.
 

Bei F. Tönnies ist „Person“ der Träger sozialer Rollen, insofern dieser die „Gesellschaft“ mit anderen zu eigenem Vorteil willentlich sucht; der Begriff nähert sich damit Marx' „Charaktermaske“ an. Tönnies: Zum Begriff der Person kann von keinen anderen empirischen Subjekten abgezogen werden, außer von den einzelnen Menschen, welche begriffen werden, insofern als jeder ein [...] in Gedanken wollender ist, folglich gibt es insoweit wirkliche und natürliche Personen, als Menschen vorhanden sind, welche sich als solche vorstellen, diese „Rolle“ übernehmen und spielen, oder den „Charakter“ einer Person wie eine Maske vor ihr Antlitz halten. (Ferdinand Tönnies, Gemeinschaft und Gesellschaft, Darmstadt 2005, S. 151)

Differenz: Der Begriff „Person“ steht bei Tönnies dem Begriff „Selbst“ gegenüber: Letzteres benennt das Selbstbild des Einzelnen, insofern er die „Gemeinschaft“ mit anderen sucht, um sich ihr willentlich einzuordnen.

N. Luhmann versteht die Person als Adressenträger von Kommunikationen (siehe auch)

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