Diskurs heisst zwischen den Zeilen sprechen: Diskurs heisst das sprachliche Verhalten, das Interpretationen und mithin Verhaltensweisen erzeugt, die sprachlich nicht explizit werden. Im Diskurs werden funktionale Systeme erzeugt.
Beispiel:
Die Tabuisierung des Fremdgehens im Viktorianischen Zeitalter - und die Entabuisierung des Fremdgehens im Zeitalter von Aids (vergl. M. Foucault), und die Psychoanalysierung der Motivstruktur erzeugen das funktionale Systeme "Sexualität" (vergl. R. Todesco: Entsexualisierung).
erzeugt Redeweisen, durch welche Probleme aus dem sexuellen Bereich an anderen Orten ausgetragen werden.
Der Diskurs ist selbst ein funktionales Systeme: Wissen tradieren
W. Haug sagt: Diskurs ist das Nichtgesagte - durch die bestimmte Sicht- und Redeweise, durch deren Struktur und Kategorien (griech: Redeweisen) - zu sagen, durch Reflexion auf die Verschleierungsbedingungen der Sprache. Wir bewegen uns in unserer Sprache wie Eische im Wasser - ohne sie wahrzunehmen - zunächst! (Kapitalvolesungen).
Man kann das, was nicht "Loch" ist zeichnen, genau so kann man über das Nervensystem sprechen, indem man über das spricht, was das Nervensystem "umgibt". Dabei stellt sich erneut das Problem, dass das Nervensystem selbst eine Auffassung des Beobachters ist, wie ja das Loch als solches auch nicht existiert, sondern auf einer Unterscheidung beruht.
Der Diskurs bringt Dinge ins GEspräch, die keine Dinge sind.