alte Griechen
wahre Geschichten
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alte Griechenwahre Geschichten-Wege der Überlieferung

Wenn es die alten Griechen je gegeben hätte, dann vielleicht so wie es in vielen Geschichtsbüchern steht. Natürlich werde ich mit diesen paar Sätzen keiner Philosophie gerecht, es geht hier nur um die zeitliche Verortung einiger Namen und genereller Ideen:

Vorsokratiker

Die ersten griechischen Philosophen werden als Vorsokratiker bezeichnet (weil sie schon vor Sokrates philosophierten (sic)), sie kritisierten das herrschende Denken als mythisch-religiös (wie das alle ihre Nachfolger auch machten). Es werden zwei Schulen unterschieden:

  • Thales von Milet begründete die ionische Schule (Anaximander, Anaximenes, Leukipp, Demokrit (460-380, Atom)), Heraklit. Sie ging von naturphilosophischen Fragen aus, in deren Mittelpunkt der Aufbau der Welt stand.
     
  • Ihr stand die von Pythagoras begründete italische Schule gegenüber mit den Vertretern der eleatischen Philosophie (Xenophanes, Parmenides, Zenon von Elea (490-430) ), die den Focus mehr auf Perspektiven oder Formen (Zahlen, Werden, Logos, Sein (Ontologie)) legte.

  • Sinnigerweise haben wir auch
    Bilder von Menschen, von denen wir viel Grund haben, anzunehmen, dass sie nie gelebt haben, beispielsweise von Homer
    Bildquelle: Wikipedia
    Heraklit beobachtet des Werden, das sich nie identisch ist. Er beobachtete aber nicht sein Denken. Das machte erst sein Kritiker Parmenides, der das Werden, insbesondere das Nichts vor dem Werden, ausgeschlossen und durch das Sein ersetzt hat. Er sagte: das Nichts kann man weder denken noch tun. Sein Schüler Zenon hat das dann mit seinen Paradoxien bewiesen.

    Die Sophisten (ab dem 5.Jh. v.Chr.; v.a. Protagoras (480-411), Gorgias aus Leontinoi, Hippias von Elis, Prodikos aus Keos, Thrasymachos, Kritias, Antiphon) befassten sich als bezahlte Lehrer mit Staatskunde, Ethik, Rhetorik im Hinblick auf den praktischen Nutzen, statt auf Wahrheit oder Sein. Sie vertraten einen Skeptizismus, der keine absolute Wahrheit anerkennt.

    Wende

    Gegen den erkenntnistheoretischen Skeptizismus und subjektiven Relativismus der Sophisten versuchte die attische Schule die Philosophie und die Wissenschaft auf ein erkenntnistheoretetisches Fundament zu stellen.

  • Akademie
  • Auflösung

    Die hellenistische Philosophie (360 v.Chr. bis 30 n.Chr.) war geprägt durch religiös-kulturellen Synkretismus, Übernahme von Elementen der Mysterienfrömmigkeit, kosmopolitischen Ideen und Spezialisierung der philosophisch-wissenschaftlichen Forschung. Vor allem in der um 306 v.Chr. von Epikur begründeten Schule, in der von Zenon von Kition begründeten Stoa und in der Skepsis (Pyrrhon von Elis) rückte die Erörterung praktischer Fragen zunehmend in den Vordergrund. Dagegen nahm die theoretische Philosophie in der Akademie im Neupythagoreismus und im Neuplatonismus (z.B. bei Plotin und Porphyrios) spekulative Züge an.

    Die griechischen Philosophie der Antike endete kalendarisch mit der Schließung der Akademie (529 n.Chr.).


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