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bildbildHomonyme: a) für Maschinenelement (Drehmomentübertragung),

 
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Welle ist ein verzwicktes Wort, weil die Physiker, wenn sie sich nicht mit Wasserwellen befassen, es ganz anders benutzen, als jemand, der Wellenreiter oder ein Schiff in Gefahr sieht. Die Physiker brauchen halt auch Worte, und oft zeigen sie bei der Wahl der Worte nicht den geringsten Verstand (siehe dazu auch Arbeit), sonst würden sie für neue Erfindungen neue Worte erfinden, statt mit Philosofen durch Absurdistan zu wandern. Umgekehrt helfen mir aber Metaphern, egal wie unsinnig sie zunächst erscheinen, auch oft, die Sache abstrakt nochmals neu zu sehen - was ja der Sinn der Metapher ist.

Den Ausdruck Welle verwende ich - vom Homonym für ein Maschinenelement abgesehen - für zwei ganz verschiedene Sachen. Zum einen für ein Phänomen auf der Oberfläche von Flüssigkeiten und zum andern für elektromagnetischen Wellen, die keine materiellen Träger haben. Ich unterscheide also unmittelbar wahrnehmbare Wellen, die sich in stofflich-materiellen Medien ausbreiten und Wellen, die ich nur vermittelt wahrnehmen kann, weil sie kein materielles Ausbreitungsmedium haben, sondern auf das Verhalten eines Empfängers wie eine Welle wirken. Die letzteren oft elektromagnetische Wellen, weil sie sich in einem Feld bewegen, die ersteren werden oft "mechanische" Wellen genannt, weil die Medien der newtonschen Mechanik unterliegen. Mit Wellen wird Energie, aber keine Materie übertragen.

Als Welle bezeichne ich eine Abbildung und dann sekundär, was so abgebildet werden kann

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Die Schallwellen der Physiker kann ich nicht sehen, sondern - wenn man so will - hören. Die elektromagnetischen Wellen sind gar keine Wellen, wenn man Wellen in einem materiellen Medium festmacht. Sie haben als Licht eine "quasisichtbare" Wirkung auf meine Empfindung, die aber jenseits von Wellen ist.
 

Ich verwende den Ausdruck Welle für eigentliche Wellen im einem Medium und metaphorisch für Wellen, die kein Medium brauchen.

Eigentliche Wellen

Ich unterscheide zwei Arten von eigentlichen Wellen, die ich der Konvention folgend als Längswellen (Longitudinalwellen) und Querwellen (Transversalwellen) bezeichne. Bei den ersteren verdichtet sich das Medium, bei den letzteren weicht es aus.


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