ÿþ<HTML> <HEAD> <TITLE>Hyper-Lexikon: Waagbalkenuhr / Foliot</TITLE> </HEAD> <BODY bgcolor="#ffffff" text="#000000" link="#0000CC"> <a name="top"></a> <b><big><big><font color=navy> Waagbalkenuhr / Foliot </big></big></b></font> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <small> [&nbsp;<a href="javascript:history.back()">zur&uuml;ck</a>&nbsp;] &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; [&nbsp;<a href="../lexikon/lexikon_index.htm" target="_top">Index</a>&nbsp;] &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; [&nbsp;<a href="../literatur/literatur_index.htm" target="_top">Literatur-Index</a>&nbsp;] &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; [&nbsp;<a href="../bibliothek/bibliothek.htm" target="_top">Die Hyper-Bibliothek</a>&nbsp;] &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; [&nbsp;<a href="../bibliothek/konstruktivismus/wahrnehmung.htm">Mehr zum Thema</a>&nbsp;] </small> <p>Waagbalkenuhr .... <a href="uhr.htm">Uhr</a> Mechanische Uhren verwenden als Zeitnormal ein Pendel, die Unruh, oder in Einzelfällen ein Drehpendel. Die in sehr frühen Uhren verwendete Waag (Foliot) stellt im physikalischen Sinn kein Schwingsystem dar, soll aber trotzdem hier kurz vorgestellt werden. Die Waag war das erste für mechanische Uhren verwendete Zeitnormal und wurde vermutlich Mitte des 12. Jhdts. zusammen mit der Spindelhemmung erfunden. Meiner Meinung nach entstand die Waag nicht aus dem Bestreben heraus, ein Schwingsystem zur Zeitmessung zu bauen, sondern einfach um den Ablauf des Räderwerks so zu hemmen, dass sich vernünftige Laufzeiten für die Uhr (damals etwa 12 Stunden) ergaben. Da bei der Bewegung der Waag keine Umwandlung zweier Energieformen stattfindet, ist sie zur Zeitmessung eigentlich ungeeignet. Die Schwingfrequenz ist in hohem Masse von der Antriebskraft abhängig. Die erreichte Ganggenauigkeit liegt wohl bei ca. 15 min/Tag. Zur Regulierung der Waag gab es drei Möglichkeiten: Bei Grossuhren wurden an der Waag Gewichte aufgehängt, wobei eine Veränderung der Lage der Gewichte eine gewisse Regulierung der 'Schwingfrequenz' der Waag zulässt. Bei Kleinuhren wurde oft die Schweinsborstenregulierung angewendet. Dabei wird der Rotationswinkel der Waag durch elastische Borsten eingeschränkt. Eine Veränderung des Rotationswinkels reguliert ebenfalls die Uhr. Schlieslich war bei federgetriebenen Uhren auch immer eine Regulierung der Antriebskraft möglich, d.h. die Vorspannung der Zugfeder konnte verändert und damit die Schwingfrequenz der Uhr eingstellt werden. -------------- ist Teil des ältesten, seit etwa 1300 in einer Räderuhr verwendeten Mechanismus, mit dem annähernd deren gleichmäßiger Gang erreicht wird. Zu diesem Mechanismus gehören neben dem Foliot die Welle (Spindel), die mit dem Foliot dreht, die beiden an ihr befestigten Lappen und das Kronrad (Hemmungsrad), zwischen dessen Zähne die beiden Lappen eingreifen. Das Kronrad ist das am schnellsten drehende Rad der Uhr. Seine Drehgeschwindigkeit bestimmt deren Gang. Ohne Hemmung durch den Foliot-Mechanismus würde die Uhr zu schnell und ungleichmäßig gehen. Erst die Erfindung der Hemmung mit Foliot ermöglichte die mechanische Uhr. Ihre anderen Bauteile waren vorher schon bekannt: Gewichtsantrieb, Zahnräder und drehende Zeiger. Das vom Antrieb über das Kronrad und über die an der Spindel befindlichen Lappen grob hin und her gedrehte Foliot ist kein System mit Eigenschwingungsfähigkeit, ist unfähig isochron zu arbeiten.[3] Eine Uhr mit Foliot war bestenfalls auf 15 Minuten pro Tag genau. Die Konstruktion mit Foliot zeichnete aber den Weg für die Verwendung eines mechanischen Schwingers vor, dessen Schwingungsdauer bei freier Schwingung eine konstante Größe ist, und der allein den Takt der Uhr bestimmt. Das Foliot wurde Mitte des 17. Jahrhunderts vom mechanischen Pendel abgelöst. Das Trägheitsmoment des Balkens konnte durch radial verschiebbare Gewichte verändert und der Gang der Uhr reguliert werden. Eine Variante zum Balken war ein Rad, die Unrast. <br>&nbsp; <br>&nbsp; </body> </html>