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Als Diode bezeichne ich ein Gerät, das elektrischen Strom nur in einer Richtung passieren lässt und in der anderen Richtung wie ein Isolator wirkt.
Dioden bewirken eine Gleichrichtung von Wechselspannung, vergleichbar einem Rückschlagventil in einer Wasserleitung. Sie besitzen eine nichtlineare Kennlinie im Strom-Spannungs-Diagramm; außerdem ist diese Kennlinie bei positiven und negativen Spannungen meist stark asymmetrisch.

Dioden können verschiedenen konstruiert werden. Es gibt Röhrendioden. Hauptsächlich beruhen sie aber auf Halbleitern, die genau diese Eigenschaft haben.

Leuchtdioden beruhen auf speziellem Halbleitermaterial, welches Infrarot ausstrahlt, wenn Strom fliesst.

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Erläuterungen
Die Funktion einer Gleichrichterdiode im Normalbetrieb kann man sich am einfachsten als Rückschlagventil vorstellen. Wenn der Druck (Spannung) auf dieses Ventil (Diode) in Sperrrichtung erfolgt, so wird der Stromfluss blockiert. In die Gegenrichtung muss der Druck groß genug werden, um den Federdruck des Ventils (Schleusenspannung) überwinden zu können. Danach öffnet das Ventil und der Strom kann fließen. Die Spannung, welche in diesem mechanischen Modell zum Überwinden des Federdruckes notwendig ist, entspricht bei einer Diode der so genannten Schwellenspannung (US) oder minimalen Vorwärtsspannung (engl. forward voltage drop). Dabei muss zunächst eine bestimmte Spannung in Flussrichtung der Diode anliegen, damit die Diode in den leitenden Zustand übergeht. Bei gewöhnlichen Silizium-Dioden liegt diese Schleusenspannung US bei ca. 0,7 V.

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https://www.youtube.com/watch?v=qqeIc_eA-1Q&list=PL_LcX6eHMr3i8qkJ9labFvebqFKp0PS0X&index=1
 
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