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Literatur

  • Gespenst in der Maschine
  • Der Mensch, Irrläufer der Evolution
  • Sonnenfinsternis
  • Der Krötenküsser
  • zur Person

          

    *)Budapest 5.9. 1905, †)London 3. 3. 1983 (Selbstmord), engl. Schriftsteller ungar. Herkunft. 1931-37 Mgl. der KP; Berichterstatter im Span. Bürgerkrieg; ab 1948 brit. Staatsbürger. Setzte sich in zahlr. (autobiograph.) Romanen (›Sonnenfinsternis‹, 1940; ›Auf fremden Plätzen‹, 1980) und essayist. Schriften (›Der Mensch, Irrläufer der Evolution‹, 1978) mit Fragen der Ethik und der (totalitären) Politik auseinander.

    Zitate


     
     
    Arthur Koestler Arthur Koestler (* 5. September 1905 in Budapest; † 3. März 1983 in London) war ein englischer Schriftsteller ungarischer Herkunft. Er schrieb auf Englisch und Deutsch. Geboren als Sohn eines jüdischen Industriellen zog Koestler 1914 mit seiner Familie nach Wien und studierte dort ab 1922 Ingenieurwissenschaften, parallel dazu aber auch Philosophie und Literaturwissenschaft. Weil er zu dieser Zeit dem Zionismus zugeneigt war, brach er das Studium ab und ging 1926 nach Palästina. Von dort aus schickte er Reportagen an den Ullstein-Verlag in Berlin, und es gelang ihm dadurch, Mitarbeiter sowohl des Ullstein-Verlags als auch der Vossischen Zeitung zu werden. 1930 zog er nach Berlin, wo er als außenpolitischer Redakteur arbeitete. In dieser Eigenschaft überflog er 1931 mit dem Luftschiff Graf Zeppelin den Nordpol. Im gleichen Jahr trat er der KPD bei und bereiste 1932/33 die Sowjetunion, aus der er entsetzt über die Lebensverhältnisse unter dem Stalinismus zurück kehrte. Koestler blieb trotzdem zunächst dem Kommunismus verbunden und ging 1937 als Kriegsberichterstatter nach Spanien, wo er von Truppen des Generals Franco gefangengenommen und als Spion zum Tode verurteilt wurde. Die Briten erreichten jedoch auf dem Wege eines Gefangenenaustauschs seine Freilassung. Diese Erlebnisse hat er in seinem „Spanischen Testament“ literarisch verarbeitet. 1937/38 wandte sich Koestler unter dem Eindruck der stalinistischen Säuberungen und Schauprozesse vom Kommunismus ab. Seine ultimative Abrechnung mit dem Kommunismus vollzog er 1940 mit dem Bestseller „Sonnenfinsternis“ (Im Original „Darkness at Noon“). Die Hauptfigur dieses Romans ist von dem Bolschewiken Karl Radek inspiriert und personifiziert die willenlose Unterwerfung des Individuums unter eine mörderische und sinnleere Maschinerie. Seit 1940 lebte und arbeitete Arthur Koestler in England und befreundete sich dort mit George Orwell, der in mancher Hinsicht eine ähnliche Entwicklung hinter sich hatte wie er selbst. Weitere Erfolge Koestlers waren der Spartacus-Roman „Die Gladiatoren“ (1939), „Gottes Thron steht leer“ (1951) und „Die Schlafwandler“ (1959). Mittlerweile zu einem der bedeutendsten und erfolgreichsten Schriftsteller englischer Sprache avanciert, erregte Koestler 1976 mit seinem Werk „Der dreizehnte Stamm“ (Im Original The Thirteenth Tribe) noch einmal Aufmerksamkeit. Das Buch enthielt die These, das östliche Judentum stamme von dem Volk der Khasaren ab, was in Israel Verärgerung auslöste. 1981 ließ sich Koestler zum Vizepräsidenten der britischen Freitod-Vereinigung EXIT ernennen, und am 3. März 1983 schied er gemeinsam mit seiner dritten Ehefrau Cynthia durch Suizid aus dem Leben. Er litt an der Parkinson-Krankheit und Leukämie. Bücher:(Auswahl) Spanisches Testament (Spanish Testament), 1937 Die Gladiatoren (The Gladiators), 1939 Sonnenfinsternis (Darkness at Noon), 1940 Auswurf der Menschheit (The Scum of the Earth), 1941 Ein Mann springt in die Tiefe (Arrival and Departure), 1943 Zwielicht-Bar (Twilight Bar), 1945 Gottes Thron steht leer (The Age of Longing), 1951 Pfeil ins Blaue (Arrow in the Blue), 1952 Die Schlafwandler (Koestler) (The Sleepwalkers), 1959 Von Heiligen und Automaten (The Lotus and the Robot), 1961 Das Gespenst der Maschine (The Ghost in the Machine), 1967 Der Krötenküsser (The Case of Midwife Toad), 1971 Die Herren Call-Girls (The Call-Girls), 1972 Der dreizehnte Stamm (The Thirteenth Tribe), 1976 Janus (Koestler) (A Summing Up), 1978 This article is from Wikipedia. The whole text above is available under the terms of the GNU Free Documentation License.