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Literatur

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Julian Paul Assange (1971) ist Sprecher der Enthüllungsplattform WikiLeaks, die es sich zum Ziel gesetzt hat, geheimgehaltene Dokumente allgemein verfügbar zu machen. WikiLeaks veröffentlichte mehrfach interne Dokumente von US-Streitkräften und -Behörden, unter anderem zu den Kriegen in Afghanistan und im Irak. Assange droht deswegen ein Strafprozess in den USA.
Nachdem Schweden 2010 wegen eines Anfangsverdachtes zu Vorwürfen von Vergewaltigung und sexueller Nötigung gegen ihn einen internationalen Haftbefehl ausgestellt hatte, bereitete sich Grossbritannien auf die mögliche Überstellung vor. Inzwischen auf Kaution freigelassen, wurde Assange durch den ecuadorianischen Präsidenten Correa 2012 politisches Asyl gewährt. Die nächsten sieben Jahre lebte er in Ecuadors Botschaft in London und erhielt auch die ecuadorianische Staatsbürgerschaft.
Im April 2019 entzog ihm der neue ecuadorianische Präsident Moreno dann sowohl das Asylrecht als auch die Staatsbürgerschaft wieder. Kurz darauf wurde Assange in der ecuadorianischen Botschaft von der britischen Polizei festgenommen und am 1. Mai 2019 zu einer Haftstrafe von 50 Wochen verurteilt, da er sich durch seine Flucht in die Botschaft der Justiz entzogen habe.


 
[ republik: Nils Melzer, Uno-Sonderberichterstatter für Folter ]
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