Rhetorik heisst die Techne (Kunst) des Dialoges (von Aristoteles eingeteilt in Pathos, Ethos und Logos). Die Aufgabe der Rhetorik ist, die Möglichkeiten zu erforschen und die Mittel bereitzustellen, die nötig sind, um eine Gemeinsamkeit zwischen Redner und Zuhörern herzustellen, auf deren Basis es ermöglicht wird, eine subjektive Überzeugung allgemein zu machen (Persuasion). Dieses Anliegen ergab sich aus einer bestimmten, mit der antiken Rhetorik verbundenen Weltanschauung, die davon ausging, dass „Wahrheit“ als solche nicht erkennbar sei, sondern sozusagen im Dialog gemeinsam erarbeitet werden müsse. Redner und Gegenredner übernehmen diese Aufgabe, indem sie nach denjenigen Darstellungsmöglichkeiten suchen, die am ehesten zu überzeugen vermögen. Dabei spielte auch die Ansicht eine große Rolle, dass man sich nicht auf die Vernunft alleine verlassen könne, weil der Mensch ein triebhaftes Wesen habe. Vor allem gegen diese Vorstellung wandte sich später die Aufklärung, durch deren Erfolg die Rhetorik zunehmend aus dem Alltag, den Wissenschaften und dem Denken verdrängt wurde. Daher kommt es, dass heute die Rhetorik meist nur noch als eine Technik der Rede und der Textanalyse bzw. als Theorie und Praxis der Rede und des Gesprächs verstanden wird. Wissenschaftliche Arbeiten zur Rhetorik beschäftigen sich - vor allem seit der Mitte des vorigen Jahrhunderts - überwiegend mit dem Gespräch sowie mit Fragen der Rede- und Gesprächspädagogik (siehe H. Wasser).
Kritik
Rhetorik wird oft als die Kunst des Überzeugens bezeichnet
Die Rhetorik stammt aus einer Zeit ohne Subjekt im heutigen Sinn ... Subjekte muss man überzeugen ... Subjekt heisst autopoietische Selbst-Zeugung. Diese Zeugung muss über-zeugt werden durch Erziehung, Manipuilation, usw.
um eine Gemeinsamkeit zwischen Redner und Zuhörern herzustellen, auf deren Basis es ermöglicht wird, eine subjektive Überzeugung allgemein zu machen (Persuasion). Dieses Anliegen ergab sich aus einer bestimmten, mit der antiken Rhetorik verbundenen Weltanschauung, die davon ausging, dass „Wahrheit“ als solche nicht erkennbar sei, sondern sozusagen im Dialog gemeinsam erarbeitet werden müsse. Redner und Gegenredner übernehmen diese Aufgabe, indem sie nach denjenigen Darstellungsmöglichkeiten suchen, die am ehesten zu überzeugen vermögen. Dabei spielte auch die Ansicht eine große Rolle, dass man sich nicht auf die Vernunft alleine verlassen könne, weil der Mensch ein triebhaftes Wesen habe. Vor allem gegen diese Vorstellung wandte sich später die Aufklärung, durch deren Erfolg die Rhetorik zunehmend aus dem Alltag, den Wissenschaften und dem Denken verdrängt wurde. Daher kommt es, dass heute die Rhetorik meist nur noch als eine Technik der Rede und der Textanalyse bzw. als Theorie und Praxis der Rede und des Gesprächs verstanden wird. Wissenschaftliche Arbeiten zur Rhetorik beschäftigen sich - vor allem seit der Mitte des vorigen Jahrhunderts - überwiegend mit dem Gespräch sowie mit Fragen der Rede- und Gesprächspädagogik (siehe H. Wasser).